Prager Denkmäler

PRAGER BURG – GOLDENE GÄSSCHEN - ST.-VEITS-KATHEDRALE – WLADISLAWSAAL

PRAGER BURG Foto von
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Die Burg wurde nach dem Jahr 880 gegründet als Sitz der tschechischen Fürsten, die früher in Levý Hradec siedelten. Die Burg wurde sowohl zum Zentrum des tschechischen Premyslid Staats als auch zum Kirchenzentrum. Die St. Maria Kirche wurde vor dem Ende des 9. Jahrhundert gebaut, später wurden St.-Veits-Rotunde, Bischofspalast und St. George Kirche aufgebaut. Der Palast diente als Residenzsitz des Herrschers. Im Jahre 1344 begann der Aufbau der St.-Veits-Kathedrale.

WLADISLAWSAAL Foto von
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König Vladislav Jagellon erweiterte den Palast um Wladislawsaal. Unter seiner Regierung wurde auch der Turm Daliborka gebaut. Romantische Geschichte über den Ritter Dalibor von Kozojedy, der hier eingesperrt wurde, wurde zum Thema der Opera Dalibor von B. Smetana. Als der Doppelgraben in der Hälfte der 16. Jahrhundert verschüttet wurde, kam es zum Aufbau des zweiten Burghofs. Im Nordflügel befindet sich der Spanische Saal mit Rudolf-Galerie. Im Westflügel befindet sich dann die Gemäldegalerie der Burg. Die Kapelle des Heiligen Kreuzes befindet sich in der südöstlichen Ecke des Hofs. Der Kern des Burgareals ist im dritten Burghof. Hier steht der Palast des Kaisers Rudolf II., Maxmilian II. und der Palast der Königin, der im Frühbarockstil gebaut wurde. Jetzt befindet sich hier das Büro des Präsidenten der Republik. Auf den Seiten des Platzes stehen Königspalast und St.-Veits-Kathedrale.

Zum Areal der Prager Burg gehört auch der Pulverturm aus dem 15. Jahrhundert, der Mihulka genannt wird. Hier befindet sich die Ausstellung, die der Wissenschaft und Kultur gewidmet ist. Man kann hier ebenfalls ein Model von alchimistischer Werkstatt finden. Unübersehbar sind auch die Garten, die um das Areal der Prager Burg liegen. Unter anderem sind es Burggarten, Paradiesgarten und Garten auf den Wällen.

GOLDENE GÄSSCHEN Foto von
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Weitere beliebte Touristenattraktion ist sog. Goldenes Gässchen. Das Gässchen, das über den Hirschgraben führt, ist aus verschiedenfarbig gemalten Häusern zusammengesetzt, deren Bau im Verlauf des 16. Jahrhunderts gestartet wurde. Ursprünglich wohnten hier die Burgschützen, kleine Handwerker und Rudolf-Goldschmiede. Laut einer Sage haben hier auch Alchemisten unter der Aufsicht Kaiser Rudolfs II gewirkt. Zurzeit werden die Häuser für Ausstellung über Geschichte dieses Burgteils genutzt, hier befinden sich auch Buch- und Souvenirgeschäfte.

St.-Veits-Kathedrale ist der wichtigste Prager Dom, hier sind die Kronjuwelen des Tschechischen Königtums und auch die Überreste der tschechischen Herrscher aufbewahrt. Die Kathedrale wurde im Jahre 1344 von Karl IV. auf der Stelle der romanischen Basilika und der vorherigen Rotunde, die der Heilige Wenzel bauen ließ, gegründet. Der Bau der Kathedrale wurde von Matthias von Arras entworfen, nach seinem Tod hat Petr Parléř den Bau geführt, später dann seine Söhne. Die Kathedrale wurde schrittweise gebaut, verschiedene Teile mit verschiedenen Stilen wurden dazugebaut. Sie wurde erst im Jahre 1929 fertig gebaut. Im Domtriforium befinden sich 21 Büsten, die Karl IV. und seine Herrscherfamilie, Erzbischöfe und Dombaumeister darstellen. Das Königsgrabmal befindet sich im Erdgeschoss, wo man auch die Reste der romanischen Rotunde finden kann. Eine weitere bedeutende Stelle ist die Kammer, wo Kronjuwelen abgeschlossen sind. Das wertvollste Stück ist eindeutig die St.-Wenzel Krone aus dem Jahr 1346. Unter der Regierung von Wladislaw Jagellon kam es zum Aufbau des Königsoratoriums (Jahr 1493). Das Grabmal des Grafs L. Šlik, das von J. E. Fischer von Erlach, F. M. Kaňka und M. Brandl gemacht wurde, stammt aus dem Jahr 1723 und ist ein bedeutendes Barockelement im Dom. Von den neueren Werken ist interessant vor allem die Skulptur des Kardinals B. Schwarzenberg, die in den Jahren 1892-1895 von V. Myslbek gemacht wurde. Im 20. Jahrhundert wurden dann die einzelnen Kapellen mit Farbfenstern ausgestattet, die laut den Kartonen z.B. von A. Mucha, F. Kysela und weiteren durchgeführt wurden.

Wenn wir auf das Objekt der Prager Burg selbst zurückkommen, dann ist es notwendig, den Wladislawsaal zu erwähnen, der sich in der ganzen zweiten Etage des Alten Palasts der Prager Burg befindet. Die Räumlichkeit wurde unter Wladislaw Jagellon in den Jahren 1492-1502 gebaut und von B. Ried entworfen. Dieser Bereich war und ist zur Abhaltung von wichtigsten Staatsakten bestimmt. Die Krönungen, Ritterturniere und andere fanden hier statt. Der Saal wurde nach dem 1. Weltkrieg renoviert.

 

KÖNIGSLUSTSCHLOSS (BELVEDERE)

KÖNIGSLUSTSCHLOSS (BELVEDERE) Foto von
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Das Lustschloss wurde aufgrund des Anlasses von Ferdinand I. in den Jahren 1538-1563 gebaut. Es handelt sich um Beispiel der Renaissance in Tschechien. An seinem Entwurf beteiligten sich P. della Stella, H. Tirol, B. Wohlmut und O. Aostalis. Die Werkstatt von P della Stella kümmerte sich um Steindekoration. Das Schloss wurde vor allem für Ausruhen und Vergnügen von Königin Anna bestimmt. Hier befand sich reiche Galerie, Tanzsaal und auch Räume mit pompöser Ausstattung. Einen negativen Einfluss auf Belvedere hatte die Invasion der schwedischen Truppen im Jahr 1648, die eine Reihe von Sammlungen aus dem Lustschloss weggenommen haben. Später wurde das Lustschloss entwertet, als es unter der Regierung von Josef II. auf Labor geändert wurde. In den Jahren 1851-1865 wurde Zyklus der Themen der tschechischen Geschichte an den Wänden der ersten Etage gemalt. Zurzeit funktioniert das rekonstruierte Lustschloss als Ausstellungsobjekt.

 

AUSSICHTSTURM PETŘÍN

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Der Aussichtsturm ist 60 Meter hoch und befindet sich westlich über dem Kleinseitner Becken. Der Club der tschechischen Touristen gab den Impuls zum Bau des Turms. Die Inspiration wurde in dem Pariser Eiffelturm gefunden und der Turm wurde im Zusammenhang mit der Jubiläumslandesausstellung im Jahr 1891 gebaut.

 

KLOSTER STRAHOV

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Das Kloster wurde vom Fürst Wladislaw II. im Jahr 1140 gegründet. Der Klosterkomplex erstreckt sich auf dem Petřín Hang und enthält zwei Kirchen, Kloster, Klosterprälatur, Bibliotheken und Wirtschaftshöfe. Der Kern des Komplexes ist das Kloster mit Bibliothek, wo sich Museum des nationalen Schrifttums befindet. Man kann das Areal durch Tor von Pohořelec betreten, das von A. Lurago gebaut wurde, dieser hat sich ebenfalls an Umbauten des Abteidoms Maria Himmelfahrt beteiligt. Das Gebäude der Prälatur aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befindet sich auf dem Haupthof. Bemerkenswert sind vor allem Deckenfresken, deren Autor S. Nosecký ist. Weiter ist auch interessant der Philosophische und Theologische Saal mit reicher Dekoration. Im Jahr 1991 wurde das Kloster dem Orden der Prämonstraten zurückgegeben.

 

KLOSTER BŘEVNOV

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Dieser Komplex wurde in den Jahren 1708 bis 1745 laut dem Entwurf von K. Dientzenhofer und seinem Sohn K. I. Dientzenhofer gebaut. Auf dieser Stelle stand ursprünglich Benediktiner Kloster, das von dem Prager Bischoff Vojtěch und von Boleslav II. im Jahr 993 als erstes Männerkloster in Tschechien gegründet wurde. Der Klosterdom ist mit Deckenmalereien von J. J. Steinfels, mit Illusionsmalerei von J. Hager dekoriert. Unter den Kunststücken sind insbesondere ausgezeichnet die Bilder von P. Brandl, die Skulpturen von M. V. Jackl und R. Prachner. Ein bedeutender Befund wurde gemacht aufgrund der Entdeckung der Krypta aus dem zweiten Viertel des 11. Jahrhunderts, die das wertvollste Denkmal der vorromanischen Architektur darstellt. Eine reiche Freskodekoration ist in dem Gebäude des Konvents und der Prälatur zu finden, dieses Gebäude dient als Depositar des Staatlichen Zentralarchivs. Teresasaal hat Malerei vom bayerischen Maler K. D. Asam aus dem Jahr 1727.

 

WALLENSTEIN PALAST

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Der Wallensteinpalast ist das erste monumentale Gebäude des Frühbarocks in Tschechien, das Albrecht von Wallenstein in den Jahren 1624 bis 1630 bauen ließ. Die Architekten des Baus waren A. Spezza aus Lombardien, danach N. Sebregondi und zum Schluss der Architekt G. Peroni. Der repräsentative Rittersaal geht durch zwei Etagen des Nordteils des Gebäudes. Sein Deckenfresko, das die Apotheose von Wallenstein als Kriegsgott Mars darstellt, wurde von B. del Bianco ausgefertigt. Weiter befinden sich hier der Ledersaal mit Deckenmalerei Pallas Athenae von P. Maixner, der Spiegelsaal und das Arbeitszimmer von Wallenstein. Um den Palast liegt Garten, hier befindet sich festliche Loggia mit Malerei von B. del Bianca. Im Garten wurden auch Skulpturen des Meisters A. del Vries unter der Regierung von Rudolf II. gestellt. Das Objekt wird heute vor allem vom Kulturministerium genutzt.

 

KARLSBRÜCKE

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Die älteste erhaltene Prager Brücke verbindet die Alte Stadt und Kleinseite. Sie wurde im Jahr 1357 von Karl IV. auf der Stelle der abgestürzten Judita Brücke gegründet. Ursprünglich wurde sie auch Prager Brücke und Steinbrücke genannt. Die Brücke ist 520 m lang, 10 m breit. Sie ist von Sandsteinbauelementen gebaut und auf sechzehn Bögen gelegt. Petr Parléř wurde zum Baumeister genannt, die Brücke wurde jedoch erst am Anfang der 15. Jahrhundert beendet. Im Jahr 1723 wurde Ölbeleuchtung auf der Brücke installiert, im Jahr 1866 wurde die Gasbeleuchtung eingeführt. Die Brücke ist nicht nur mit ihren Türmen sondern auch mit Kollektion von 33 Skulpturen und Statuengruppen dekoriert. Zurzeit sind die Skulpturen und Statuengruppen durch Kopien ersetzt. Die Originale befinden sich in Lapidarien des Nationalmuseums und im Museum der Hauptstadt Prag. Von den Autoren der Skulpturen können wird zum Beispiel M. B. Braun, J. Brokoff, M. V. Jackel, J. B. Kohl oder J. O. Mayer nennen.

 

KLEINSEITE

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Dieses Prager Viertel wurde im Jahr 1257 gegründet. Der Anlass hierzu stammt von Přemysl Otakar II. Dieses Viertel entwickelte sich sehr unter der Regierung von Karl IV., der es erweiterte und mit Mauer befestigte. Die Kleinseite ist während der Kämpfe der Prager Leute mit Königstruppen im Jahr 1419 fast abgebrannt. Als die Entwicklung wieder gestartet wurde, wurde die Kleinseite wieder mit Feuer beschädigt. Die größte Entwicklung der Kleinseite fand im Barockperiode statt, wo eine Reihe von bedeutenden Gebäuden entstanden ist – insbesondere St. Nikolaus Dom, Wallenstein Palast, Fürstenberg Palast, Lichtenstein Palast, Nostic Palast und weitere. Neben den bedeutenden Bauten ist die Kleinseite auch attraktiv dank ihren poetischen und romantischen Ecken.

 

ALTSTÄDTER RING - ALTSTÄDTER APOSTELUHR

ALTSTÄDTER RING - ALTSTÄDTER APOSTELUHR Foto von
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Der Ring bekam seinen Namen im Jahr 1895. Hier fanden immer verschiedene historische Ereignisse statt. Ursprünglich war hier ein geräumiger Marktplatz. Später fanden hier oft politische oder revolutionäre Versammlungen statt. Oft wurden hier Hinrichtungen durchgeführt. Unter anderem wurde der hussitische radikale Prediger J. Želivský auf dem Hof des Rathauses im Jahr 1422 und der letzte hussitische Hauptmann Jan Roháč von Dubá auf dem Ring im Jahre 1437 hingerichtet. Das größte Ereignis dieser Art war dann die Hinrichtung von 27 tschechischen Herren und Stadtbürgern. Jiří von Poděbrady wurde im Saal des Rathauses zum tschechischen König im Jahr 1458 gewählt. Um den Ring herum befinden sich vor allem gotische Häuser, Rokokopalast Golz-Kinsky oder barockisierendes Jugendstillgebäude der ehemaligen Prager Stadtversicherungsgesellschaft von dem Architekten O. Polívka. Das zuletzt genannte Baudenkmal ist mit den Skulpturen von P L. Šaloun, F. Procházka und B. Schnirch dekoriert. Auf dem Ring befindet sich ebenfalls ein massives Jan-Hus-Denkmal.

Eine beliebte Touristenattraktion, die wir auf dem Altstädter Ring finden, ist die Altstädter Aposteluhr, die sich auf dem Gebäude des Altständer Rathauses befindet. Sie wurde ursprünglich von dem Uhrmacher Mikuláš von Kadaň im Jahr 1410 zusammengesetzt. Mister Hanuš machte den Umbau der Aposteluhr und zwar wegen dem Umbau des Rathauses. Mit der Zeit kam es zu verschiedenen Anpassungen des Mechanismus selbst und auch zur Ergänzung oder Anpassung der Dekoration. Eine von den bedeutenden Persönlichkeiten der tschechischen Kunst, die sich an der Aposteluhr beteiligte, war J. Mánes, die Aposteluhr ist mit den Kalenderplatten mit Allegorien der Monate seit dem Jahr 1865 dekoriert. Die meisten Bestandteile der Dekoration wurden jedoch durch Kopien ersetzt. Das Mechanismus der beweglichen Figuren, die jede ganze Stunde in Bewegung gesetzt wird, ist eine von den meist besuchten Attraktionen in Prag.

 

STÄNDERTHEATER

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Ursprünglich Nostic Theater, später Tyl Theater, heute Ständertheater. Es wurde im neoklassizistischen Stil auf Kosten des Grafs F. A. Nostic im Jahr 1781 gebaut. Schrittweise kam es zu Anpassungen und Umbauten des Objekts. Zur definitiven Rekonstruktion des Ständertheater kam es erst im Jahr 1991, wo es betrieblich an gegenüberliegenden Kolowrat Palast angeschlossen wurde. Das bedeutendste Ereignis im Theater war die Erstaufführung der Mozarts Opera Don Giovanni, die im Jahr 1787 stattgefunden hat. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Aufführung des Stücks Fidlovačka mit Musik von F. Škroup am 21. Dezember 1834. Bei dieser Erstaufführung konnte man das Lied „Wo ist meine Heimat“ das erste Mal hören, dieses Lied wurde zur tschechoslowakischen Staatshymne im Jahr 1918.

 

WENZELPLATZ – NATIONALMUSEUM

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Wie die meisten Plätze war auch der Wenzelplatz ursprünglich ein Marktplatz. In diesem Fall wurde er Pferdemarktplatz genannt. In seiner Mitte stand die Skulptur von St. Wenzel von J. J. Bendl, die später (im Jahr 1879) auf Vyšehrad verlagert wurde. Der Platz ist 750 m lang und stellt ein bedeutendes gesellschaftliches und geschäftliches Zentrum der Stadt dar. Im oberen Teil des Platzes befindet sich das Nationalmuseum. Das Gebäude wurde in den Jahren 1885-1890 laut dem Projekt von Prof. J. Schulz gebaut. Neorenaissancegebäude ist aus vier Flügeln und zwei Höfen zusammengesetzt. Das Museumsgebäude ist mit Bildhauerkunst vom Ende des 19. Jahrhunderts dekoriert. Neben den Skulpturen des Bildhauers L. Schwanthaler aus München befinden sich hier auch die Skulpturen von A. Popp und B. Schnirch. Ebenfalls malerische Dekoration der Interieure wurde von den bedeutendsten Malern wie zum Beispiel V. Brožík, F. Ženíšek oder V. Hynais gemacht. Ein Bestandteil des Museums ist quadratischer Bau von Pantheon, der mit einer Kuppel beendet ist und wo sich 48 Büsten und Skulpturen von bedeutendsten Personen der tschechischen Nation befinden. In dem Museumsgebäude sind historische und auch naturwissenschaftliche Sammlungen und wertvolle Bibliothek. Darunter auf dem Wenzelplatz befindet sich monumentales St. Wenzel Denkmal von Myslbek. In dem unteren Bereich des Platzes befand sich ein Theater, genannt Bouda, in den Jahren 1786-1789, in diesem Theater war die erste tschechische Theaterszene.

 

PULVERTURM

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Der Turm wurde vom Baumeister M. Rejsek aus Prostějov im Jahr 1475 gebaut, um den König Wladislaw Jagellon zu verehren. In seiner Nähe ließ Wenzel IV. den Königshof als seine Herrscherresidenz bauen. Nach seiner Ausräumung hat sich der Zustand dieses Bereichs verschlechtert. Der Turm diente eine zeitlang als Pulverlager. Dieses Beispiel der späten Gotik musste nach der Beschädigung während der preußischen Belagerung im neogotischen Stil vom Architekten J. Mocker in den Jahren 1875-1876 angepasst werden. Aus dem Turm ist eine schöne Aussicht auf die ganze Alte Stadt.

 

GEMEINDEHAUS

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Auf der Stelle des Königshofs wurde das Gemeindehaus laut den Plänen von A. Balšánek und O. Polívka gebaut, und zwar als repräsentatives, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum. Hier finden Bälle, Ausstellungen, Konzerte statt. Hier ist ein Café, Restaurant und auch Weinstube. Das Gemeindehaus ist stolz auf die innere Dekorierung und Malerei der bedeutendsten tschechischen Künstler. Hier kann man Malerwerke von A. Mucha, J. Preisler, F. Ženíšek, M. Aleš und andere finden. Von den Bildhauerarbeiten sind dann sicherlich erwähnenswert die Werke von J. V. Myslbek, K. Novák und L. Šaloun.

 

NATIONALTHEATER

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Das Nationaltheater wurde dank den Nationalsammlungen in den Jahren 1868-1881 gebaut. Sein Architekt war J. Zítek. Dieses Neorenaissancegebäude wurde kurz danach durch Feuer beschädigt. Im Jahr 1883 wurde jedoch seine Rekonstruktion, an der sich der Architekt J.Schulz beteiligte, beendet. Das neue Aussehen des Theaters konnte auf neue innere Dekoration und auf neuen Vorhang, der von V. Hynais gemalt wurde, stolz sein. Unter weiteren Künstlern, die sich an der Dekoration der „goldenen Kapelle“ beteiligten, können wir die Maler J. Turek, M. Aleš, F. Ženíšek, V. Brožík oder J. Mařák nennen. Die Bildhauerwerke stammen vor allem von A. Wagner, J. V. Myslbek und B. Schnirch. In den Jahren 1977-1983 kam es zur umfangreichen Rekonstruktion des Theaters, bei der die Baulücke zwischen dem Theater und Voršila Kloster fertig gebaut wurde. Die neue Szene des Nationaltheaters wurde im Jahr 1983 unter der Leitung des Architekten K. Pragr beendet.

 

ALTER JÜDISCHER FRIEDHOF– ALTNEUE SYNAGOGE

ALTER JÜDISCHER FRIEDHOF– ALTNEUE SYNAGOGE Foto von
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Die Anfänge der jüdischen Besiedlung in Prag findet man im 10. Jahrhundert. Am Anfang des achtzehnten Jahrhundert bildete die jüdische Gemeinde fast ein Drittel der Prager Bevölkerung. Verschiedene Beschränkungen oder Maßnahmen haben die Juden gezwungen, sich in einem geschlossenen Ghetto aufzuhalten. Die Prager Jüdische Stadt wurde Josefov nach den befreienden Dekreten von Josef II. genannt, Josefov war das fünfte Prager Stadtviertel im Jahr 1848. Auf die lange jüdische Geschichte verweist der alte jüdische Friedhof, wo sich der älteste Grabstein aus dem Jahr 1439 befindet. Der zauberhafte Friedhof mit ungefähr 11 Tausend Grabstein ist ebenfalls auch ein wertvolles historisches Denkmal. Die Informationen auf den Grabsteinen haben einen einzigartigen historischen aussagkräftigen Wert. Hier kann man auch den Grabstein vom Bürgermeister und Primas der Jüdischen Stadt M.Mordechaj Maisl und auch den legendären Grabstein, der dem J. Low ben Bezalel gehört, finden. Laut einer Sage stammte der künstliche Mensch Golem aus der Werkstatt von J. Low ben Bezalel. In der Jüdischen Stadt befindet sich die älteste Synagoge in Europe, die Altneue Synagoge genannt wird und die im Jahr 1280 gebaut wurde. Innen in der Synagoge befinden sich jüdische Denkmale vom 16. bis 19. Jahrhundert. Das ehemalige Trauzimmer bei dem alten jüdischen Friedhof ist heute als Ausstellungssaal für Kinderzeichnungen aus Terezín benutzt. Für Ausstellungen ist heute auch die sog. Hohe Synagoge bestimmt. In Maisel Synagoge sind Sammlungen der Gegenstände aus Silber und aus anderen Metallen ausgestellt, Pinkas Synagoge ist ein Denkmal der Naziopfer.

 

VYŠEHRAD

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Laut der Sage ist Vyšehrad der Sitz der ältesten tschechischen Fürsten, Libuše und des Premyslid Hauses. Der Herrschersitz wurde während der Regierung von Vratislav II. hierher gebracht und die bisherige Holzburg wurde auf Steinburg umgebaut. Heute ist Vyšehrad von Barockmauer und Bastionen umrahmt, die von den italienischen Baumeistern gebaut wurden. Innen hinter den Mauern befindet sich die St. Peter und St. Paul Kirche, die ursprünglich im romanischen Still gebaut wurde. Sie wurde in der Gotik-, Barock- und auch Neogotikperiode schrittweise umgebaut. Gegenüber der Kirche befindet sich die St. Ludmila Kapelle und zu den weiteren Vyšehrad-Denkmalen gehört auch die ursprüngliche romanische St. Martin Rotunde. Gegenüber der Stirnseite der St. Peter und St. Paul Kirche befindet sich ein Friedhof, der um das Jahr 1890 aufgebaut wurde, hier ruhen die bedeutenden Söhne der Nation. Auf der Ostseite des Friedhofs wurde Slavín als hochwürdige Grabstätte für national berühmte Leute gebaut. Auf der Stelle des abgebrannten Waffenhauses wurden drei Statuengruppen von Myslbek im Jahr 1948 positioniert (Lumír mit seiner Muse Lied, Záboj mit Slavoj, Ctirad und Šárka). Im 1978 wurde die letzte vierte Statuengruppe mit Namen Přemysl und Libuše eingegliedert.

 

ST. MARTIN ROTUNDE

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Die Rotunde ist das älteste Denkmal, das in Vyšehrad erhalten wurde. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Die Rotunde wurde degradiert, als sie auf Pulverhaus nach dem Aufbau der Vyšehrad Festung geändert wurde. Sie wurde das ganze 19. Jahrhundert als Lagerhaus benutzt. Sie wurde laut dem Projekt des Architekten A. Baum im Jahr 1878 renoviert und ebenfalls um Wandgemälde von A. Konig und J. Heřman ergänzt. Der Autor vom Altarbild ist der Maler A. Sequens. Zur wiederholten Renovierung des Baus kam es im Jahr 1915 und in den Jahren 1969-1970.