Wien Sehenswurdigkeiten
- Schloss Schönbrun
- Hofburg
- St. Stephansdom
- Wiener Staatsoper
- Rathaus
- Parlament
- Burgtheater
- Schloss Belvedere
- Karlskirche
- Hundertwasserhaus
- Prater
- Donauinsel
Schloss Schönbrun
Das Schloss Schönbrunn ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs und seit den 1960er Jahren eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens. Es liegt westlich der Wiener Innenstadt im Bezirk Hietzing.
Sein Name geht auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch zurück, der hier auf der Jagd einen artesischen Brunnen „entdeckt“ und ausgerufen haben soll: „Welch' schöner Brunn“. Aus diesem Brunnen wurde bis zum Bau der Hochquellwasserleitung auch Trinkwasser für den Hof gezapft.
Die Gebäude wurden 1683 im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung bis zur Unbrauchbarkeit beschädigt. Zwar bat Eleonore Gonzaga, Kaiserinwitwe von Ferdinand III., darum, wenigstens zwei Zimmer und einen Saal wiederherzustellen, starb aber 1687, bevor es dazu gekommen war.
Erst 1687 gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. einen repräsentativen Neubau in Auftrag. Der soeben zugewanderte Johann Bernhard Fischer, der spätere Fischer von Erlach, schlug 1688 eine pompöse Anlage vor, die Schloss Versailles übertroffen hätte, aber nicht finanzierbar gewesen wäre. Stattdessen wurde der Architekt 1693 mit einer weitaus kleineren Anlage beauftragt, die 1696–1701 über den Trümmern der früheren errichtet und ab 1700 bewohnt wurde. Fischer wurde 1696 geadelt, das Projekt wurde aber wegen der Erbfolgekriege erst ab 1705 weiter gebaut und nicht in vorgesehener Form abgeschlossen.
Karl VI. war selbst an Schönbrunn wenig interessiert, schenkte es jedoch seiner Tochter Maria Theresia, die das Anwesen zum kaiserlichen Sommersitz erkor, der es bis 1918 blieb. 1743–1749 ließ sie das Schloss durch ihren Hofarchitekten Nikolaus von Pacassi, der auch an der Hofburg wirkte, entscheidend umbauen und erweitern. Dabei gingen beispielsweise Fresken von Johann Michael Rottmayr verloren.
Aus der Zeit Maria Theresias stammt auch der Großteil der Inneneinrichtung, die als fast einziges Beispiel eines österreichischen Rokoko gilt.
In einem Seitentrakt des Schlosses befindet sich das Schlosstheater, das 1747 eröffnet wurde und wo unter anderem Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auftraten.
1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Schönbrunner Schloss auf. 1830 wurde dort der nachmalige Kaiser Franz Joseph geboren, und er starb 1916 in diesem Gebäude, in dem zuletzt 1918 Kaiser Karl I. den Thronverzicht unterzeichnete.
Hofburg
Diese älteste Burg in Form eines Vierecks entspricht etwa dem heutigen Schweizerhof. Dort befinden sich auch die gotische (im 15. Jahrhundert umgebaute) Burgkapelle und die Schatzkammer (eine Nebenstelle des Kunsthistorischen Museums), in der unter anderem die Herrschaftsinsignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Reichskleinodien) und des Kaisertums Österreich aufbewahrt werden. Auch die Hofmusikkapelle hat dort ihren Sitz. Dieser Schweizerhof wurde zur Zeit Kaiser Karls V. durch seinen Bruder, den römisch-deutschen König Ferdinand (ab 1556 Kaiser Ferdinand I.) im Renaissancestil umgebaut. Bekannt ist das rot-schwarze Schweizertor, auf dem die Titel Kaiser Ferdinands I. aufgezählt und die Insignien des Vliesordens abgebildet sind. In einer seitlichen Nische der Schweizerhofbrunnen von 1552 mit dem kaiserlichen Adler, das Becken ist harter, weißer Kaiserstein aus Kaisersteinbruch. Der Brunnen bildete den Abschluss einer bereits 1534 angelegten Wasserleitung, die aus der Vorstadt St. Ulrich in die Burg geleitet wurde. Unterhalb dieses Traktes war lange die Hofküche untergebracht. Insgesamt wird dieser Teil der Hofburg inklusive der Hofburgkapelle Schweizertrakt genannt.
Obwohl ein separates Gebäude, ist die Stallburg mit einem Übergang zum Rest des Komplexes der Hofburg verbunden. Ursprünglich war sie als Residenz für Maximilian II. als Thronnachfolger erbaut wurde. Es heißt, Ferdinand I. habe mit seinem zum Protestantismus hinneigenden Sohn nicht unter einem Dach wohnen wollen. Später beherbergte sie die Kunstsammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm, dem kunstsinnigen Bruder Kaiser Ferdinands III., die einen wesentlichen Teil der Sammlungen des Kunsthistorischen Museums bildet. Später war es dann eine der Stallungen für die kaiserlichen Pferde (daher der Name) und heute noch ist dort die Spanische Hofreitschule untergebracht. Der Innenhof wurde mehrmals renoviert und soll für Eventzwecke verwendet werden.
Gegenüber dem Schweizertor befindet sich die Amalienburg, auch Amalientrakt, benannt nach Amalie Wilhelmine, der Witwe Kaiser Josephs I., die mehr als hundert Jahre zuvor als Wiener Residenz Kaiser Rudolfs II. im Spätrenaissancestil erbaut wurde. Renaissancebrunnen im Amalienhof, das Becken aus Kaiserstein. Bemerkenswert sind das Türmchen mit welscher Haube und die astronomische Uhr auf der Fassade.
Die Verbindung der Amalienburg mit dem Schweizerhof ist der Leopoldinische Trakt, unter Kaiser Leopold I. in den 1660er Jahren erbaut.
Der Schweizertrakt, die Amalienburg, der Leopoldinischer Trakt und der Reichskanzleitrakt bilden einen Hof, früher Franzensplatz genannt und heute In der Burg. In der Mitte befindet sich die bronzene Statue Kaiser Franz II. (HRR) von Pompeo Marchesi zu nennen. Der Kaiser steht und ist wie ein römischer Caesar dargestellt.
St. Stephansdom
Der Stephansdom (eigentlich: Domkirche St. Stephan zu Wien) am Wiener Stephansplatz ist seit 1365 Domkirche (Sitz eines Domkapitels), seit 1469/1479 Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Der von Wienern mitunter auch kurz Steffl genannte Dom gilt als Wahrzeichen Wiens. Namensgeber ist der Heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt.
Das Bauwerk ist 107 Meter lang und 34 Meter breit. Der Dom ist eines der wichtigsten gotischen Bauwerke in Österreich. Teile des spätromanischen Baues von 1230/40-1263 sind noch erhalten. Er besitzt vier Türme: Der höchste davon ist der Südturm mit 136,4 Meter, der Nordturm wurde nicht fertiggestellt und ist nur 68 Meter hoch. Links und rechts vom Haupteingang befinden sich die beiden Heidentürme, die etwa 65 Meter hoch sind. Es durfte im ehemaligen Österreich-Ungarn keine Kirche höher als der Südturm erbaut werden. So wurde beispielsweise der Maria-Empfängnis-Dom in Linz um zwei Meter niedriger gebaut.
Der Südturm ist ein architektonisches Meisterwerk seiner damaligen Zeit - trotz seiner bemerkenswerten Höhe ist das Fundament weniger als 4 Meter tief. Weiters ist er komplett freistehend und nicht mit dem Hauptkorpus der Kirche verbunden. Im Südturm befinden sich insgesamt 13 Glocken, wovon 11 das Hauptgeläut des Stephansdoms bilden. Die Pummerin selbst, drittgrößte Kirchenglocke Europas, befindet sich im Nordturm unter einer Turmhaube aus der Renaissance-Zeit.
An Stelle der Kirche scheint schon im Frühmittelalter ein Friedhof gewesen zu sein, einige Gebäude sind archäologisch gesichert. Die Anfänge des Domes gehen auf das Jahr 1137 zurück, aus dem der Tauschvertrag von Mautern zwischen Markgraf Leopold IV. und dem Bischof von Passau überliefert ist.
1433 konnte der Südturm vollendet werden. Das gotische Langhaus konnte noch vor 1474 beendet werden, es wuchs wie eine äußere Zwiebelschale um das romanische Langhaus, das dann 1430 abgebrochen werden konnte. Zur selben Zeit wurde auch der Dachstuhl fertig; die Einwölbung des Langhauses begann 1446 unter dem Baumeister Hans Puchsbaum.
1469 endlich wurde Wien zum Bistum erhoben, der Stephansdom wurde zur Kathedrale.
1450 legte Friedrich III. den Grundstein für den Nordturm, wobei der Legende nach der Wein eines ganzen Jahrganges als Bindemittel verwendet wurde. Dieser Turm war aber schon viel zu groß und viel zu prunkvoll konzipiert, zumal die Zeit der gotischen Kathedralen sich ihrem Ende zuneigte. Die Bauarbeiten endeten 1511, 1578 wurde auf den Turmstumpf eine Renaissance-Haube gesetzt, die nach dem Baumeister Hans Saphoy Saphoy'sche Haube heißt.
Seit den Renovierungen im 19. Jahrhundert wird auf dem Dach des Stephansdoms der österreichische Reichsadler in bunten Ziegeln ausgelegt. Im Brustschild dieses Adlers steht ein Monogramm Kaiser Franz' I. Seit 1950 bilden ein österreichischer Bundesadler und das Wiener Wappen das Pendant auf der anderen Dachseite dazu, wobei der Bundesadler in die heraldisch falsche Richtung blickt.
In den Jahren 1839-1842 wurde die Spitze des Südturmes, die sich nach Norden neigte, abgenommen und die Steinornamente wurden an einen Kern aus Eisen angefügt. Da sich dies als unzweckmäßig erwies, wurde 20 Jahre später die Spitze wieder ganz aus Stein erbaut. Mehrere Phasen dieses Vorganges sind auf Aquarellen von Rudolf von Alt zu sehen. Der 1863 bestellte Dombaumeister Friedrich von Schmidt leitete über Jahrzehnte die Restaurierung des Domes, wobei auch "verbesserende" Eingriffe im Sinne der Neugotik und Viollet-le-Ducs unternommen wurden (etwa im Giebelbereich der Südfenster des Domes).
Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper, das „Erste Haus am Ring“, ist das wichtigste Opernhaus Wiens und eines der bekanntesten der Welt.
Das Gebäude wurde als erstes aus dem Wiener Stadterweiterungsfond bestrittenes Monumentalgebäude der Ringstraße im Jahr 1860 ausgeschrieben. Bereits Ende 1861 begann der 1869 fertiggestellte Bau nach Plänen der – auch privat miteinander verbundenen und gemeinsam in einem Haus im 6. Bezirk lebenden – Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Stil der Neorenaissance.
Das Gebäude wurde jedoch von der Öffentlichkeit nicht sehr geschätzt. Einerseits konnte es gegenüber dem riesigen Heinrichshof, einem privaten Zinshaus (im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1955 durch den Opernringhof ersetzt), seine monumentale Wirkung nicht richtig entfalten. Andererseits wurde, nachdem das Ringstraßenniveau vor der Oper nach Baubeginn um einen Meter gehoben wurde, diese als „versunkene Kiste“ und – in Analogie zum militärischen Desaster von 1866 – „Königgrätz der Baukunst“ heftig kritisiert und trieb schließlich van der Nüll in den Freitod. Knappe 10 Wochen später erlag Sicardsburg einem Herzinfarkt; somit erlebte keiner der beiden Architekten die Fertigstellung.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges geriet die Oper nach amerikanischen Bombardements, die eigentlich der Raffinerie in Floridsdorf gegolten haben, am 12. März 1945 in Brand. Die Vorderfront mit der Eingangshalle, dem Stiegenaufgang und dem darüber befindlichen „Schwind-Foyer“ (mit Freskoausstattung von Moritz von Schwind), die schon vorsorglich vermauert worden war, blieb von Bombentreffern verschont und damit im ursprünglichen Stil des Historismus erhalten. Die Zuschauerränge und der Bühnenbereich wurden aber ein Raub der Flammen.
Lange Zeit gab es Diskussionen, ob die Oper wieder im ursprünglichen Zustand aufgebaut werden sollte oder geschleift und hier oder an einem anderen Ort neu aufgebaut werden soll. Schließlich setzte sich die Idee des Wiederaufbaus durch. Maßgeblich beteiligt waren die damaligen Wiederaufbauminister Ernst Kolb und Udo Illig .
Eine politische Entscheidung traf Leopold Figl 1946 mit dem Ziel, 1949 eine bespielbare Oper wieder öffnen zu können. Ein Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben, den Erich Boltenstern gewann. Die eingereichten Vorschläge reichten von einer völligen Neugestaltung des Zuschauerraums bis zu einer Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Boltenstern entschied sich für eine Wiederherstellung mit gleichzeitiger Modernisierung der Formensprache im Geiste der 1950er Jahre. Um eine gute Akustik zu erreichen, wurde – u.a. auf Anregung von Arturo Toscanini – vor allem Holz verwendet. Außerdem wurden im Parterre die Sitzplätze reduziert und der zuvor mit Säulen ausgestattete vierte Rang offen gestaltet. Am Wettbewerb zur Neugestaltung des Eisernen Vorhangs waren mehrere Künstler beteiligt, u.a. auch Marc Chagall. Ausgeführt wurde er dann aber von Rudolf Eisenmenger.
Rathaus
Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Fläche und Einwohnerzahl Wiens durch die Eingemeindung zahlreicher Vorstädte erheblich anstieg, wurde das Alte Rathaus in der Wipplingerstraße bald zu klein. Es kam 1868 zu einer Ausschreibung für den Bau eines neuen Rathauses, aus der der deutsche Architekt Friedrich von Schmidt als Sieger hervorging.
Als Standort stand ursprünglich ein Areal gegenüber dem Stadtpark zur Diskussion, schließlich wurde aber ein Teil des Josefstädter Glacis gewählt, das im 19. Jahrhundert als Paradeplatz diente und dem Kaiser nur nach Interventionen des Bürgermeisters Cajetan Felder 1870 abgerungen werden konnte. In diesem langwierigen Streit zwischen Stadt und Monarchie um die Kosten des Ringstraßenprojekts nahm das Rathaus einen prominenten Platz ein.
Das Wiener Rathaus wurde von 1872 bis 1883 errichtet und ist eines von vielen historistischen Bauwerken, die zu dieser Zeit entlang der durch die Schleifung der Wiener Stadtmauer geschaffenen Ringstraße entstanden sind. Die Rathausfassade ist ein herausragendes Beispiel für einen Profanbau der Neugotik. Das Äußere, vor allem der 105 Meter hohe Turm, ist von der Tradition flämischer Rathäuser der Gotik inspiriert, um äußerlich an die mittelalterliche Tradition städtischer Freiheit anzuknüpfen. Der Grundriss mit sieben Höfen folgt eher der Konzeption barocker Paläste. Die Zuordnung des Gesamtgebäudes zur Neugotik ist daher mit Vorsicht zu verwenden und wurde von Schmidt selbst auch abgelehnt.
Bei einer Grundfläche von 19.592 m² weist das Rathaus eine Gesamtfläche von 113.000 m² auf. Das Gebäude ist 152 Meter lang und 127 Meter breit, wobei die 1.575 Räume 2.035 Fenster haben. Die Baukosten betrugen etwa 14 Millionen Gulden.
Der Festsaal des Rathauses mit Statuen bedeutender Persönlichkeiten Wiens ist mit einer Länge von 71 Metern und einer Breite von 20 Metern einer der größten Säle an der Wiener Ringstraße. Der Saal und die angrenzenden Räume werden unter anderem für Ausstellungen, Konzerte und Bälle genutzt, insgesamt finden im Rathaus jährlich rund 800 Veranstaltungen statt. Der Life Ball, Europas größte Aids-Benefiz-Veranstaltung, wird in einer Vielzahl von Räumen im Rathaus gefeiert.
Seit 1927 befindet sich die Rathauswache im Rathaus. Zu ihren Aufgaben zählen heute neben standardmäßigen Brandschutzaufgaben der Betrieb der Wiener Katastrophenleitzentrale sowie die Ausstellung von Notpässen.
Im Untergeschoss des Rathauses befindet sich der unter Denkmalschutz stehende Wiener Rathauskeller. Die Räumlichkeiten des hier untergebrachten Restaurationsbetriebes umfassen über 3.500 m², sind mit historischen Wandmalereien und Dekoren versehen und können auch für Veranstaltungen und Feste genutzt werden. Umfassende Renovierungen erfolgten 1952[1] und zuletzt 2005, als der gesamte Bereich für rund 6 Millionen Euro grundrenoviert wurde und die historischen Wandmalereien und Holzarbeiten unter der Leitung des österreichischen Bundesdenkmalamtes restauriert wurden. Der Lanner-Leharsaal, dessen historische Einrichtung 1960 im Zuge einer Modernisierung zerstört worden war, wurde von dem Künstler Rainer Maria Latzke im Stil einer lichtdurchfluteten Orangerie neu gestaltet und mit frescoähnlichen textilen Wandtapeten versehen.
Auf der Spitze des Turms steht der Rathausmann, eine 3,5 Meter hohe eiserne Gestalt in Form eines Standartenträgers in Rüstung. Sie wurde von Alexander Nehr nach einem Modell von Franz Gastell gestaltet, Vorbild war angeblich die Prunkrüstung Kaiser Maximilians I.
Auf dem Friedrich-Schmidt-Platz hinter dem Rathaus befindet sich das Denkmal für Friedrich von Schmidt, das von Edmund Hofmann von Aspernburg und Julius Deininger geschaffen und am 28. Mai 1896 enthüllt wurde.
Parlament
Das Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstraße, in dem die beiden Kammern des Österreichischen Parlaments tagen, wird umgangssprachlich auch als „das Parlament“ bezeichnet.
Als Vorläufer des heutigen Parlamentsgebäudes diente für das Abgeordnetenhaus zunächst ein provisorisches Versammlungsgebäude des Architekten Ferdinand Fellner in der Währinger Straße 2–6 gegenüber der damals im Bau befindlichen Votivkirche. Die Arbeiten begannen am 12. März 1861, das Gebäude wurde innerhalb von nur sechs Wochen errichtet und war am 25. April bereits schlüsselfertig. Die Arbeiten wurden auch in der Nacht bei Fackelbeleuchtung ausgeführt. Die Holzkonstruktion von Gebäude und Dachstuhl war bereits auf dem Bauplatz des Zimmerers Jakob Fellner in der Alserbachstraße 22 vorgefertigt worden. An der Baustelle selbst arbeiteten etwa 500 Menschen, die durch eine ähnlich große Zahl von Arbeitern des Baunebengewerbes wie Tischlern, Schlossern und Spenglern ergänzt wurden. Über eine breite Rampe gelangte man in die Vorhalle und weiter in den Sitzungssaal. Darüber befand sich die Kaiserloge. 1861 wurde das Provisorium eröffnet, das nach seinem Vorsitzenden Anton von Schmerling im Volksmund bald „Schmerlingtheater“ genannt wurde.
Die andere Kammer des österreichischen Reichsrates, das Herrenhaus, nutzte als Versammlungsort das Niederösterreichische Landhaus in der Herrengasse 13.
Die Grundsteinlegung für das heutige, von Theophil von Hansen entworfene Parlamentsgebäude erfolgte am 2. September 1874, die erste Plenarsitzung fand neun Jahre später, am 4. Dezember 1883, statt.[1] Maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung des Gebäudes hatte der Unternehmer Nikolaus Dumba.
Der Sitz des Reichsrates hatte zwei deutlich voneinander abgesetzte Hälften, die der damaligen Gliederung des Reichsrates in Herrenhaus und Abgeordnetenhaus entsprachen; ursprünglich waren sogar zwei separate Gebäude vorgesehen gewesen. Der offizielle Name war „k.k. Reichratsgebäude“, der Name „Parlament“ war aber schon von Anfang an in Gebrauch.
Am 12. November 1918 fand hier die letzte Sitzung des Abgeordnetenhauses des k.k. Reichsrates statt, dann trat die Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich (die bis dahin im Niederösterreichischen Landhaus getagt hatte) erstmals im Parlamentsgebäude zusammen und beschloss, dass der neue Staat Republik und Teil Deutschlands sei (Erste Republik Österreich). Hierauf wurde vor der auf der Ringstraße wartenden Menschenmenge auf der vier Meter hohen Parlamentsrampe die Republik ausgerufen. Seit 1920 tagen hier (1934–1945 unterbrochen) Nationalrat und Bundesrat. 1938–1945 wurde das Gebäude vom nationalsozialistischen Regime als „Gauhaus“ bezeichnet.
Der Giebel des Parlamentsgebäudes zeigt bis heute Symbole der 14 Kronländer des k.k. Österreich. An den unteren Enden der Auffahrtsrampe befinden sich Bronzestatuen von Rossbändigern als Symbol der Unterdrückung von Leidenschaften als Voraussetzung für konstruktive parlamentarische Zusammenarbeit. Die vier Bronzeplastiken wurden von dem Bildhauer J. Lax entworfen und in der k.k. Kunst-Erzgießerei 1897 und 1900 gegossen.
Der historische Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses, der für 512 Abgeordnete von der Bukowina bis Dalmatien Platz bot, wird heute normalerweise nur für die Sitzungen der Bundesversammlung anlässlich der Angelobung des Bundespräsidenten und für andere Staatsakte, bei denen beide Kammern des Parlaments anwesend sind, genutzt. Während des bevorstehenden Umbaus des Nationalratssitzungssaales wird der Saal vom Nationalrat benützt werden.
Der heutige Sitzungssaal des Nationalrates befindet sich an Stelle des früheren Sitzungssaales des Herrenhauses, der 1945 durch Bombentreffer zerstört und danach völlig neu aufgebaut wurde. Der 1956 fertiggestellte Sitzungssaal ist ein typisches Beispiel der Architektur der 1950er Jahre und ist bis auf einen in Stahl getriebenen Bundesadler von Rudolf Hoflehner weitgehend schmucklos. Hinter dem Rednerpult befindet sich die Regierungsbank, die aber meist nur bei wichtigen Anlässen wie der Regierungserklärung oder der Budgetrede vollständig besetzt ist. Der Sitzungssaal ist technisch veraltet und nicht behindertengerecht und soll daher demnächst komplett erneuert werden.
Das ehemalige Vorzimmer des Herrenhauses ist seit 1920 Sitzungssaal des Bundesrates. Die Innengestaltung des Raumes wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach verändert.
Die repräsentative „Säulenhalle“ direkt hinter den großen Toren auf der Rampe wird gelegentlich für Ausstellungen und politisch-gesellschaftliche Anlässe genützt. Im Gebäude befinden sich weiters diverse kleinere Sitzungszimmer für Parlamentsausschüsse, Klubräume der Abgeordnetenklubs (Fraktionen), Arbeitsräume der Nationalratspräsidentin und ihrer beiden Stellvertreter, die Parlamentsdirektion, die Parlamentsbibliothek, der Stenographendienst und ein als „Milchbar“ bezeichneter gastronomischer Betrieb. Die Büros der einzelnen Abgeordneten, eine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte, sind in Nachbargebäuden untergebracht.
Seit Oktober 2005 kann das Parlament von der Ringstraßenseite durch ein Besucherzentrum betreten werden, das im Rahmen einer Generalsanierung neu geschaffen wurde. Der Eingang befindet sich unmittelbar hinter dem Pallas-Athene-Brunnen.
Burgtheater
Das Burgtheater am Dr.-Karl-Lueger-Ring in Wien ist ein österreichisches Bundestheater. Es gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas und ist nach der Comédie-Française das zweitälteste europäische, sowie das größte deutschsprachige Sprechtheater. Das ursprüngliche, „alte“ Burgtheater am Michaelerplatz wurde von 1748 bis zur Eröffnung des neuen Hauses am Ring im Oktober 1888 bespielt. Das neue Haus brannte 1945 infolge von Bombenangriffen vollständig aus, bis zur Wiedereröffnung am 14. Oktober 1955 diente das Ronacher als Ausweichquartier.
Im Laufe seiner Geschichte trug das Theater verschiedene Namen, zuerst k.k. Theater nächst der Burg, dann bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater und seither Burgtheater. Vor allem in Wien wird es häufig kurz „Die Burg“ genannt, die Ensemblemitglieder kennt man als Burgschauspieler.
Das ursprüngliche Burgtheater wurde in einem Ballhaus eingerichtet, das Kaiser Ferdinand I. 1540 im unteren Lustgarten der Hofburg erbauen ließ, nachdem das alte Ballhaus 1525 einem Brand zum Opfer gefallen war..
Schloss Belvedere
Das Schloss Belvedere in Wien ist eine von Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745) für Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) erbaute Schlossanlage im Bezirk Landstraße. Das ‚Obere‘ und ‚Untere Belvedere‘ bilden mit der verbindenden Gartenanlage ein barockes Ensemble. Die beiden Schlossbauten beherbergen heute die Sammlungen des Belvedere (Österreichische Galerie Belvedere) und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen. Am 15. Mai 1955 wurde im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet.
Die ursprüngliche Planung sah ein Gartenpalais vor. Prinz Eugen von Savoyen gab 1714 dem Architekten Johann Lucas von Hildebrandt den Auftrag.
Das heute sogenannte Untere Belvedere wurde bereits 1716 fertiggestellt. Nur ganz wenige Räume waren als Wohnräume geplant, den größten Platz nahmen die Orangerie und der Prunkstall ein.
Der Marmorsaal ist das Zentrum des Unteren Belvederes. Das Original des Mehlmarktbrunnens aus Bleiguss von Georg Raphael Donner ist hier zu sehen. (Der Brunnen auf dem heutigen Neuen Markt, Donnerbrunnen genannt, besteht aus Bronzeabgüssen). Das Deckengemälde von Martino Altomonte zeigt Prinz Eugen als jugendlichen Helden und als Apoll umringt von Musen. Im Westen schließt das Paradeschlafzimmer und im Osten das Tafelzimmer an. Das Deckengemälde des Paradeschlafzimmers ist ebenfalls von Altomonte (Abend und Morgen) mit Scheinarchitektur von Marcantonio Chiarini und Gaetano Fanti. In einem westlichen Raum sind Groteskmalereien von Jonas Drentwett zu sehen.
Eine gelungene Symbiose von historischer Bausubstanz und internationalen Standards entsprechender moderner Ausstellungsarchitektur nahm 2007 mit der Adaptierung der Orangerie und dem Umbau des Unteren Belvedere Gestalt an wo seither laufend Sonderausstellungen stattfinden.
Der Garten ist der älteste Teil der Anlage, er wurde schon knapp nach dem Grundstückskauf um 1700 vom Le Nôtre-Schüler Dominique Girard angelegt. Zu dieser Zeit wurden erste Terrassierungen vorgenommen. Da das Obere Belvedere um einige Meter höher liegt als das Untere, ist das Thema der Skulpturen sinnigerweise der Aufstieg aus der Unterwelt in den Olymp. Zwischen den beiden Bereichen wurde eine Freitreppe gebaut. Seit 1780 ist die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Obere Belvedere war ursprünglich nur als kleines Gebäude konzipiert, welches den Garten optisch abschließen sollte. Später wurde es dann aber zur Sommerresidenz von Prinz Eugen. Der Prinz lebte aber nach wie vor im Unteren Belvedere, während das Obere Belvedere eher der Repräsentation galt.
Die einzige Erbin des Prinzen ließ das gesamte Inventar und die Bibliothek versteigern, sodass heute nichts mehr an die ursprüngliche Ausstattung erinnert.
Als es später an die Habsburger fiel, war es zeitweise eine Art zweiter Familiensitz. Zuletzt residierte hier Erzherzog Franz Ferdinand, der 1914 ermordete Thronfolger, mit seinem Stab.
Das obere Schloss wurde in Kommunikation mit der umgebenden Natur 1721–1723 gebaut, ursprünglich gab es auch viel mehr offene Säle und Galerien. Vor der Eingangsseite befindet sich ein Teich, in dem sich das Schloss spiegelt. Das Gebäude löst sich in mehrere Blöcke auf („Pavillonsystem“), dadurch erhält die Silhouette einen sehr bewegten Eindruck. Jeder dieser Blöcke ist mit einer eigenen Dachkonstruktion versehen, wodurch mancher Beobachter schon an „Türkenzelte“ erinnert wurde.
In der östlichen Schmalseite des Hofes befand sich eine Menagerie.
Karlskirche
Die Karlskirche liegt an der Südseite des Karlsplatzes in Wien, am Rande der Innenstadt und 200 m außerhalb der Ringstraße. Sie ist einer der bedeutendsten barocken (barockklassizistischen) Kirchenbauten nördlich der Alpen und hat als spektakuläre Besonderheit eine Kuppel in Form eines verlängerten Ellipsoids.
Die Arbeiten umfassten das Hauptportal, sämtliche Stiegen (Kaiseroratorium), Sockelplatten, Gesimse und die monumentalen Postamente für die beiden Säulen. Beim Hochaltar gestaltete Elias Hügel die Mensa, Philipp Köchl das Tabernakel aus Laaser Marmor und der Linzer Johann Georg Röhrig Altarstufen aus schwarzem Nassauer-Marmor. Die Wiener Bauhütte war anfangs durch Johann Carl Trumler, nach dessen Tod durch Matthias Winkler vertreten, die beide Hofsteinmetz- und Dombaumeister von St. Stephan waren. Die großen, innen hohlen Säulen bestehen aus Eggenburger Stein, eine Arbeit der Meister Andre Steinböck und Franz Strickner. Die spiralförmigen Reliefs stammen von den Bildhauern Johann Baptist Mader, Johann Baptist Straub und Jakob Schletterer, der bekrönende Adler von Lorenzo Mattielli. Meister Georg Deprunner aus Loretto in Ungarn fertigte die Tambour-Säulen der Kuppel. 16 Vasen an der Kuppel stammen von Ignaz Gunst.
Nach Fischers Tod 1723 wurde der Bau von seinem Sohn Joseph Emanuel bis 1737 fertiggestellt, der die Pläne teilweise änderte. Die Kirche schaute ursprünglich direkt auf die Hofburg und war auch bis 1918 kaiserliche Patronatspfarrkirche.
Als Autor einer Historischen Architektur vereinte Fischer die unterschiedlichsten Elemente. Die Fassade in der Mitte, die zur Vorhalle führt, entspricht einem griechischen Tempelportikus. Die beiden Säulen daneben haben die Trajanssäule in Rom zum Vorbild. Daneben erstrecken sich die beiden, vom römischen Barock (Bernini und Borromini) beeinflussten Turmpavillons. Über dem Eingang erhebt sich eine Kuppel mit 25 m Durchmesser und langem Tambour, der vom jüngeren Fischer verkürzt und teilweise verändert wurde.
Hundertwasserhaus
Das Hundertwasserhaus ist eine von 1983 bis 1985 erbaute Wohnhausanlage der Gemeinde Wien und befindet sich in der Kegelgasse 34–38 im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße.
Das von Friedensreich Hundertwasser gestaltete und von dem Architekten Josef Krawina geplante, bunte und ungewöhnliche Haus hat unebene Böden und ist üppig begrünt (250 Bäume und Sträucher). Es folgt nicht den üblichen Normen der Architektur - Hundertwassers Vorbilder, unter anderem Antoni Gaudí, das Palais idéal des Ferdinand Cheval, die Watts Towers und die anonyme Architektur der Schrebergärten und jene der Märchenbücher, sind dabei deutlich ablesbar. In dem Haus befinden sich 52 Wohnungen und vier Geschäftslokale, 16 private und drei gemeinschaftliche Dachterrassen.
Das Hundertwasserhaus soll heute eines der meistbesuchten Gebäude in Österreich sein. Hundertwasser sagte: Ein Maler träumt von Häusern und einer schönen Architektur, in der der Mensch frei ist und dieser Traum wird Wirklichkeit.
Allerdings stellte sich bald nach der Eröffnung dar, dass die praktische Umsetzung unvollkommen ist. Die als Mauerbekrönung verwendeten Ziegel waren zu weich, die Verwendung von Pflanzen mit Pfahlwurzeln verursachte große Zusatzkosten (besonders nachdem der Meister während der Bauphase die Standorte veränderte); die Glasfront lässt sich nur während der Nachtstunden mittels Straßensperre und Hebebühne reinigen.
Die spielerische Architektur von Hundertwasser soll an eine Fata Morgana erinnern.
Der Künstler gestaltete insgesamt 37 Bauwerke, davon etliche Häuser, im Volksmund auch „Hundertwasser-Haus“ genannt.
Prater
Der Wiener Prater ist eine sehr weitläufige öffentliche Parkanlage im zweiten Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt), die noch heute zu großen Teilen aus Aulandschaften besteht. Wenn man außerhalb Wiens vom „Prater“ spricht, ist häufig nur der bekanntere Vergnügungspark im Prater, der „Wurstelprater“, gemeint. Dieser befindet sich an der Westspitze des Areals und macht flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil der gesamten, etwa 6 km² großen Praterlandschaft aus.
Der Name „Prater“ leitet sich wahrscheinlich von „pratum“ oder „prado“ her (lat. bzw. span. für „Wiese“); es gibt auch andere, eher unwahrscheinlichere Erklärungen für den Namen.
Er wurde erstmals 1162 urkundlich erwähnt, als Kaiser Friedrich I. das Gebiet einem gewissen Konrad schenkte. Das Wort Pratter wurde seit 1403 verwendet. Ursprünglich bezeichnete man nur eine kleine Insel in der Donau nördlich der Freudenau so, doch wurde der Begriff im Lauf der Zeit auch für angrenzende Auen verwendet. Das Gebiet wechselte oft seinen Besitzer, aber im Jahr 1560 befahl Kaiser Maximilian II. den Ankauf aller dieser Gründe, um ein Jagdrevier zu schaffen (Jagden fanden im Prater bis 1920 statt).
Im Panoramamuseum beim Riesenrad wird eine umfassende Darstellung der Geschichte des Wiener Praters gezeigt.
Der Wurstelprater, früher auch Volksprater genannt, ist der wohl bekannteste Teil des Wiener Praters, in dem sich zahlreiche Schaustellbetriebe und Unterhaltungsbetriebe mit Geisterbahnen, Ringelspielen (Karussellen), Hochschaubahnen (Achterbahnen), Spiegelkabinetten und viele andere familienfreundliche fliegende Bauten befinden. Daneben findet man einige Automaten-Spielhallen und andere Glücksspieleinrichtungen im Wiener Prater. Auch eines der Wahrzeichen Wiens, das 1896/97 erbaute Riesenrad, ist dort zu finden. Es ist das einzige Überbleibsel des vermutlich ersten Themenparks der Welt - „Venedig in Wien“. Dieser wurde 1895 von Gabor Steiner zum Leben erweckt und stellte die Lagunenmetropole als Kulissenstadt auf der Kaiserwiese des Praters nach. Wasserkanäle wurden geschaffen, gesäumt von Schaustellerbuden und anderen Vergnügungsmöglichkeiten. Jährlich zur Sommersaison kamen neue Attraktionen hinzu. 1933 wurde auf Parzelle 96 die weltweit erste Geisterbahn von Friedrich Holzdorfer in Betrieb genommen.
Die Liliputbahn ist eine bemerkenswerte Parkeisenbahn, die auf einem Rundkurs von 3,9 Kilometern Länge das Areal des Wiener Praters befährt. Hierbei überquert sie auch einige für den öffentlichen Straßenverkehr freigegebene Straßen. Sie hat eine Spurweite von 381 Millimetern und besteht seit 1928, wobei die Strecke bis 1933 zum Stadion am Wiener Prater verlängert wurde. Als Fahrzeuge stehen zwei Dampfloks, vier Diesellokomotiven und vier Personenzuggarnituren zur Verfügung. Die Hauptstation befindet sich nahe dem Riesenrad.
Am Rand des Praters befindet sich das Planetarium mit dem Pratermuseum, das mit vielen Exponaten die Geschichte dieses Vergnügungsparks erzählt.
Donauinsel
Die Donauinsel ist ein 21,1 km langer und bis zu 200 m breiter Streifen zwischen der Donau und der Neuen Donau im Stadtgebiet von Wien und Klosterneuburg.
Entstanden ist die Donauinsel künstlich im Zuge der Hochwasserregulierung der Donau in den Jahren 1972-1988. Durch Aufschütten der Donauinsel wurde ein Gerinne parallel zur Donau geschaffen, das im Normalfall ein stehendes Gewässer ist, das aber bei Hochwasser geflutet wird und so Überschwemmungen vermeiden helfen soll. Die Insel selbst bleibt auch bei Hochwasser größtenteils wasserfrei.
Mittlerweile hat sich die Donauinsel zu einem beliebten Naherholungsgebiet der Wiener Bevölkerung entwickelt. Des Weiteren befindet sich dort im nördlichen und südlichen Bereich einer der größten in unmittelbarer Nähe einer Großstadt gelegenen FKK-Badebereiche.
Neben dem Naherholungsgebiet ist die Donauinsel auch ein Naturreservat, wo sich seltene Vogel und Fischarten, aber zum Teil auch Rehe, Hasen und Biber angesiedelt haben.
In den 1980er-Jahren hat sich bei der Reichsbrücke unter dem Namen „Copa Cagrana“ (nach dem Namen des angrenzenden Stadtteiles Kagran und in Anlehnung an die berühmte Copacabana in Rio de Janeiro) am linken Ufer der Neuen Donau eine vielfältige Lokalszene entwickelt. Seit Mitte der 1990er-Jahre finden sich gegenüber - also direkt auf der Donauinsel - auch einige Lokale, teilweise sogar schwimmend auf Pontons. Dieser Bereich nennt sich "Die Insel". An schönen Abenden kommen bis zu 10.000 Besucher.



