Salzburg monuments
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- Salzburger Dom
- Erzabtei St. Peter
- Festung Hohensalzburg
- Mozartplatz
- Mozarts Geburtshaus
- Residence
- Friedhof St. Peter
- Katakomben
- Hellbrunn - Schloss und Wasserspiele
- Schloss Mirabell
Salzburger Dom
Das wohl bedeutendste sakrale Bauwerk der Stadt und zugleich geistlicher Mittelpunkt, ist der Salzburger Dom. Mit seiner prächtigen Fassade und der mächtigen Kuppel präsentiert er sich als eindrucksvoller Monumentalbau des Frühbarock diesseits der Alpen. Sein Entstehen ist eng verbunden mit dem Wesen und Wachsen des geistlichen Fürstentums. Von Bränden zerstört und wiederaufgebaut, vergrößert und erweitert legt er Zeugnis ab von der Macht und der Unabhängigkeit der Salzburger Erzbischöfe.
Der erste Bau entstand unter Bischof Virgil, der 767 im Zentrum des ehemaligen römischen Juvavum eine Kathedrale errichtete. Am 24. September 774 wurde der Dom den beiden Heiligen Petrus und Rupert geweiht. Als im Jahre 1167 die Grafen von Plain, Anhänger Kaiser Friedrich Barbarossas, die Stadt in Brand steckten, wurde auch der Dom ein Raub der Flammen. Erst unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach, zehn Jahre später, wurde der Dom neu erbaut, schöner, prächtiger und imposanter als je zuvor und dadurch zum mächtigsten romanischen Münster nördlich der Alpen, dessen Ausmaße sogar den Kaiserdom von Speyer übertrafen.
Nach 400 Jahren war es wieder ein Brand, der am 11. Dezember 1598 große Teile des Domes zerstörte. Für Erzbischof Wolf Dietrich war dies eine Gelegenheit, das beschädigte Münster niederzureißen und Pläne für den Wiederaufbau zu schmieden. Die Salzburger waren sehr aufgebracht über das rücksichtslose Vorgehen des Erzbischofs, wurden nicht nur wertvolle Skulpturen und Grabsteine der Erzbischöfe zertrümmert, sondern auch der Domfriedhof umgepflügt und die Gebeine der Toten auf den Schutt geworfen. Nach dem Tode Wolf Dietrichs erhielt der Baumeister Santino Solari von Erzbischof Markus Sittikus den Auftrag für den Neubau des Domes, der zum ersten frühbarocken Kirchenbau nördlich der Alpen wurde. Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges fand die feierliche Einweihung, die Markus Sittikus nicht mehr erlebte, am 25. September 1628 durch Erzbischof Paris Lodron statt. Paris Lodron hatte es mit diplomatischem Geschick verstanden, die schwer befestigte Stadt nahezu völlig aus den Schwierigkeiten des Dreißigjährigen Krieges herauszuhalten, sodaß die Domweihe zum größten und prächtigsten Fest wurde, das Salzburg je erlebt hat. Die napoleonischen Kriege beendeten die jahrhundertelange Vormachtstellung der Salzburger Kirchenfürsten, und mit der Entmachtung des letzten Fürsterzbischofs Hieronymus von Colloredo übernahm der erste Habsburger, Ferdinand III., Großherzog von Toscana, die Herrschaft in Salzburg.
Eine Fliegerbombe zerstörte 1944 die Kuppel und einen Teil des Altarraumes. Die notwendigen Renovierungen wurden durchgeführt und der Dom in alter Pracht 1959 wieder geweiht. Die drei Jahreszahlen an den Torgittern des Domes erinnern an die drei Domweihen: "774", "1628" und "1959". Vor der Hauptfassade befinden sich die 4 Monumentalstatuen: Die Apostel Petrus und Paulus mit Schlüssel und Schwert sowie die beiden Landespatrone Rupert und Virgil mit Salzfaß und Kirchenmodell. Die zwei Wappenschilde auf dem Giebelaufsatz verweisen auf die beiden Erbauer des Domes, Markus Sittikus und Paris Lodron. Zu den Kostbarkeiten des Salzburger Domes gehören neben dem Taufbecken, in dem bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft wurde, auch die prachtvolle Hauptorgel, umgeben von musizierenden Engeln und gekrönt von Rupert und Virgil, sowie die prächtigen Domtore von Schneider-Manzell, Mataré und Manzú. Wolfgang Amadeus Mozart hat in seiner Eigenschaft als Hoforganist und Konzertmeister zahlreiche unvergängliche Werke der Kirchenmusik für Salzburg geschaffen.
Erzabtei St. Peter
Um 700 kam der fränkische Missionar Rupert (Hroudbert) nach Salzburg undgründete auf dem Boden des einst römischen Juvavum die Kirche St. Peter und ein Kloster, dessen älteste Mönchsgemeinschaft auf deutschem Boden durch die Jahrhunderte bis zur Gegenwart ununterbrochen Bestand hat.
Unter dem Abtbischof Arno, einem Freund Karls des Großen, wurde Salzburg zum Erzbistum erhoben. Im Mai 1127 brannten Kirche und Gebäude zur Gänze ab und der Abt Balderich ließ in den Jahren 1130 - 1143 eine dreischiffige romanische Basilika erbauen. Kirche und Klosterbezirk wurden in den darauffolgenden Jahren mehrfach verändert. Als eines der ältesten gotischen Bauwerke Salzburgs entstand 1319 die St.-Veits-Kapelle. Das prachtvolle romanische Portal entstand um 1240. Die Umgestaltung im Stil des Rokoko erfolgte im 18. Jahrhundert unter dem rührigen und kunstsinnigen Abt Beda Seeauer. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gründete Erzabt Petrus Klotz das Collegium Benedictinum mit Fassadenfresken von Anton Faistauer.
Im Inneren der Kirche ist die romanische Bauform noch deutlich erkennbar. Die reiche Zahl der Altäre zeigen das Rokokogewand der Kirche. Einige der Altarbilder wurden von Martin Johann Schmidt, auch "Kremser-Schmidt" genannt, einem der berühmtesten Andachts- und Altarbildmaler des 18. Jahrhunderts, geschaffen. Die beiden riesigen Renaissance-Bronzeleuchter aus dem Jahr 1609 sind ein Geschenk des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich. In einer der Kapellen des rechten Seitenschiffs befindet sich das Grabdenkmal von Johann Michael Haydn, eine Marmorplatte, die an Mozarts Schwester Nannerl erinnern soll und das Grabmal des Feldobersten Hans Werner von Raitenau, dem Vater Wolf Dietrichs.
Bedeutende Persönlichkeiten gehörten der Mönchsgemeinschaft von St. Peter an und noch heute zeugen eine reiche Zahl von Werken von der Gelehrsamkeit und dem Eifer der mittelalterlichen Mönche. Eine für die damalige Zeit bautechnische Meisterleistung wurde durch die Errichtung des Almkanals, für den ein Stollen durch den Mönchsberg geschlagen wurde, vollbracht. Viele der Mönche waren seit der Gründung der Universität 1622 als Lehrer tätig, und auch Musik und Theater wurden in St. Peter stetig gepflegt. Der dreizehnjährige Mozart komponierte 1769 für den späteren Abt Hagenauer die "Dominikusmesse" und dirigierte in der Kirche im Jahre 1783 eigenhändig seine berühmte C-Moll- Messe. Johann Michael Haydn schrieb 1782 für St. Peter die "Rupertusmesse".
Festung Hohensalzburg
Die Festung Hohensalzburg, erbaut im Jahr 1077 von Erzbischof Gebhard, umfangreich erweitert durch Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) ist die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. Besonders sehenswert sind die mittelalterlichen Fürstenzimmer und das Burgmuseum. Seit 1892 ist die Festung Hohensalzburg mit einer Standseilbahn von der Festungsgasse aus bequem erreichbar.
Die Wurzeln dieses über 900 Jahre alten Bauwerks führen zurück in die Zeit des Investiturstreites, der Auseinandersetzung zwischen Papst und König um das Recht der Bischofsernennung. Der papsttreue Erzbischof Gebhart von Salzburg ließ damals (1077) die Wehrbauten Hohensalzburg, Hohenwerfen und Friesach auf seinem Hoheitsgebiet errichten. Der Ausbau der Verteidigungsanlage Gebharts wurde unter Konrad I. (1160-1147) vorläufig vollendet.
Im 15. und 16. Jahrhundert, während der Wirren des sog. Ungarischen Krieges und der Bauernaufstände, in die das Land Salzburg verwickelt war, zogen sich die Erzbischöfe zu ihrem Schutz auf die Festung Hohensalzburg zurück. In dieser Zeit wurde der Palas aufgestockt sowie das Zeughaus und der Schüttkasten errichtet. Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495 - 1519) erweiterte die Festung und verlieh ihr das heutige Erscheinungsbild. Auch das Innere wurde prächtig gestaltet: Herrliche gotische Schnitzereien und ornamentale Malerei schmücken den Goldenen Saal und die Goldene Stube. An die 58 Inschriften und "Rübenwappen" erinnern an Leonhard von Keutschach. Desgleichen das Symbol der Festung, der Festungslöwe, hält die "Rübe" in seinen Pranken. Eine der letzten bedeutenden Veränderungen bzw. Ergänzungen erfuhr die Festung Hohensalzburg mit der Errichtung der mächtigen "Khuenburgbastei".
In der langen Geschichte der Festung Hohensalzburg ist es keinem der Belagerer je gelungen, diese einzunehmen.
War die Festung jahrelang Verteidigungsanlage und zeitweilige Residenz der Fürsterzbischöfe, diente sie auch als Kaserne und Gefängnis. Fürsterzbischof Wolf Dietrich wurde hier fünf Jahre lang, bis zu seinem Tod im Jahre 1617, von seinem Neffen und Nachfolger Markus Sittikus gefangen gehalten.
Heute ist die Festung Hohensalzburg ganzjährig zu besichtigen und Künstler aus aller Welt begegnen sich hier bei den Kursen der Internationalen Sommerakademie.
Mozartplatz
Der Mozartplatz entstand nach dem Abbruch mehrerer Häuser durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich. Mittelpunkt des Platzes ist das Mozart-Denkmal von Ludwig Schwanthaler, dessen feierliche Enthüllung am 5. September 1842 im Beisein der Söhne Mozarts stattfand. Die Witwe Mozarts, Constanze von Nissen, hat diese Feierlichkeiten nicht mehr erlebt, sie starb am 6. März desselben Jahres im Hause Mozartplatz 8. Eine Gedenktafel an diesem Haus erinnert an sie: "Michl marschier', der Mozart ist hier."
So dichtete der Volksmund, als über den Aufstellungsort eines Denkmals für Wolfgang Amadeus Mozart diskutiert wurde. Von den beiden in Frage kommenden Plätzen war der eine der Hannibalplatz vor Mozart-Wohnhaus (heute Makartplatz) und der andere der Michaelsplatz (heute Mozartplatz), dessen Brunnen mit der barocken Statue des Heiligen Michael dem Mozart-Denkmal Platz machen musste. Der Bayernkönig Ludwig I. war ein wichtiger Förderer. Er steuerte auch persönlich eine stattliche Summe bei und stiftete außerdem den Marmorsockel, der sich heute im Besitz des Salzburg Museum befindet. Eigentlich hätte das Denkmal schon 1841 enthüllt werden sollen, der Zufall wollte es jedoch, daß man bei den Grabungsarbeiten auf einen wertvollen römischen Mosaikboden stieß:
"hic habitat [felicitas], nihil intret mali"
(Hier wohnt [das Glück], nichts Schlimmes trete ein), sodaß sich die Einweihung auf den September 1842 verzögerte.
Am Mozartplatz 4, im sogenannten "Antretter Haus", ist heute das Institut für Musikwissenschaft der Universität Salzburg untergebracht. Der Landschaftskanzler und Hofkriegsrat Johann Ernst von Antretter und seine Frau Maria Anna Elisabeth kauften das Haus im September 1765. Die Familie Antretter war eng mit der Familie Mozart verbunden, so z.B. war Cajetan, einer der Söhne der Antretters, gemeinsam mit den Mozarts Mitglied der Bölzlschützenkompanie und eine Tochter der Antretters gehörte zu Nannerl Mozarts "Scholaren". Außerdem war die Familie Antretter Auftraggeber der "Antretter-Serenade", KV 185. Zahlreiche Briefe und Tagebuchaufzeichnungen belegen die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Familien. Der schön gegliederte Bau aus der Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ist jederzeit einen Besuch wert!
Im "Schaffner-Haus" am nächstgelegenen Waagplatz wurde der Dichter Georg Trakl geboren.
Mozarts Geburtshaus
Mozart Geburtshaus im Haus Getreidegasse Nr. 9, hier lebte 1747 bis 1773 die Familie Leopold Mozart. Am 27. Jänner 1756 wurde hier Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Die Wohnung der Familie Mozart ist heute ein Museum. Berühmte Ausstellungsstücke sind u.a. Mozarts Kindergeige, seine Konzertgeige, sein Clavichord, das Hammerklavier, Portraits und Briefe der Familie Mozart.
Am 15. Juni 1880 errichtete die Internationale Mozart-Stiftung erstmals ein Museum in Mozarts Geburtshaus, Getreidegasse 9. In den letzten Jahrzehnten konnte das Mozart Museum von der Internationalen Stiftung Mozarteum systematisch um- und ausgebaut werden und wurde somit zu einer kulturellen Begegnungsstätte, die alljährlich tausende Besucher aus aller Welt nach Salzburg zieht.
26 Jahre lang wohnte die Familie Mozart im dritten Stock des "Hagenauer Hauses". Dieses ist benannt nach seinem Eigentümer und Freund der Mozarts, dem Handelsherrn und Spezereiwarenhändler Johann Lorenz Hagenauer (1712-1792). In den historischen Räumen werden neben Autographen (in Faksimiles), Urkunden und Erinnerungsstücken, die originalen Porträts der Familienmitglieder, wie beispielsweise das von seinem Schwager Joseph Lange 1789 gemalte unvollendete Ölbild "Mozart am Klavier", und die historischen Instrumente (Mozarts Konzertflügel, Clavichord, Mozarts Konzert- und Kindergeige, Bratsche) ausgestellt.
Die im Mozart Geburtshaus ausgestellten Musikinstrumente gelangten von der Witwe Mozarts, Constanze Nissen (1762-1842) und ihren Söhnen Carl Thomas (1784-1858) und Franz Xaver Wolfgang (1791-1844) in den Besitz der Internationalen Stiftung Mozarteum. 1994 wurde die Mozart-Wohnung sorgfältig restauriert und erfuhr durch die Wiener Architektin Prof. Elsa Prochazka nach modernster Museumstechnik eine Neugestaltung, um die Exponate vor eventuellen Schäden zu bewahren.
Im hinteren, dem Universitätsplatz zugewandten Teil des Hauses wurde 1985 in der ehemaligen Wohnung von Wolfang Amadeus Mozarts Nachbarin Babette von Moll, der Tante des bekannten Salzburger Geologen und Naturforschers Karl Ehrembert von Moll (1760-1838), mit Hilfe von privaten Leihgebern eine "Bürgerliche Wohnung in Salzburg zur Mozart-Zeit" eingerichtet. Neben Möbeln und Gegenständen des täglichen Gebrauchs werden drei Themen dokumentiert: "Mozart und die Salzburger Universität", "Mozarts Freundschaft zu Salzburger Familien" und "Kirchenmusik und Heiligenverehrung".
Das zweite Stockwerk des Mozart Geburtshaus ist dem Thema "Mozart auf dem Theater" gewidmet. In zahlreichen Dioramen, das sind Miniaturbühnen, wird die Rezeptionsgeschichte der Opern Mozarts illustriert. Bühnenmodelle vom späten 18. bis ins 20. Jahrhundert führen die vielfältigen Interpretationsformen vor. Im ersten Stock von Mozarts Geburtshaus werden seit 1981 von der Internationalen Stiftung Mozarteum jährlich wechselnde Sonderausstellungen zum Thema "Mozart" präsentiert.
Residenz
Mittelalterlicher Bischofssitz, erhielt Ende des 16. Jh.s seine heutige Form und präsentiert sich jetzt als prächtige Frühbarockanlage. Zu besichtigen sind die Residenz Prunkräume - die ehemaligen Respräsentations- und Wohngemächer der Salzburger Fürsterzbischöfe - sowie die Residenzgalerie mit ihrer großartigen Sammlung europäischer Maler des 16. - 19. Jh.s. Gegenüber der Residenz befindet sich das sogenannte Residenz-Neugebäude.
Die Salzburger Residenz, im Herzen der Stadt gelegen, ist ein weitläufiger Baukomplex, der rund 180 Räume und drei große Innenhöfe umfaßt. Hier hielten die Salzburger Fürsterzbischöfe Hof, und von hier aus lenkten sie bis ins 19. Jh. die Geschicke des Landes. Jahrhunderte hindurch bauten die Salzburger Fürsterzbischöfe an ihrem Palast. Am nachhaltigsten geprägt wurde dieses Gebäude, im Zuge seiner zahlreichen Veränderungen, von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 - 1612).
Die Residenz, seit Jahrhunderten eine Stätte der fürstlichen Repräsentation, hat von dieser Funktion nichts eingebüßt. Auch die letzten Jahrzehnte haben gekrönte Häupter, Staatschefs und bedeutende Persönlichkeiten gesehen. Kaiser Franz Josef und seine Gattin Elisabeth empfingen 1867 den französischen Kaiser Napoleon III. und dessen Gattin Eugénie zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in diesem ehemaligen Hof der Fürsterzbischöfe.
Heute ist die Residenz Heimstätte für repräsentatiave Empfänge, Tagungen und internationale Kongresse. Man betritt die Residenz vom Residenzplatz aus durch ein großes Marmorportal, das die Wappen der Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich, Paris Lodron und Franz Anton Harrachs trägt. Die breite Haupttreppe führt hinauf zum Carabinierisaal. Dieser Saal wurde um 1600 unter Wolf Dietrich erbaut und hat seinen Namen von der Leibgarde des Fürsterzbischofes. Er diente dieser nicht nur als Aufenthaltsraum sondern fand auch als Theater- und Festsaal Verwendung.
Die anschließenden Prunkräume sind die ehemaligen fürsterzbischöflichen Repräsentationsräume, die unter Johann Lukas von Hildebrandt zu Beginn des 18. Jahrhunderts neu ausgestaltet wurden. Die Deckengemälde stammen von Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte.
In den Rittersaal luden die Fürsterzbischöfe des öfteren ihre Gäste zu Konzertaufführungen ein. Auch der junge Mozart spielte regelmäßig in der Salzburger Residenz. Sein Vater stand damals als Domkapellmeister beim Erzbischof in Diensten. Auch heute noch finden in diesem Saal auf Grund seiner guten Akustik Konzerte (Salzburger Schloßkonzerte) statt. Kaiser Franz I. nahm in diesem Raum am 1. Mai 1816 die Huldigung der Salzburger Stände und deren Treueid entgegen. Dies war der Beginn der Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich. Seine vierte Gattin, Caroline Auguste, kam ab 1835 fast dreißig Jahre lang im Sommer nach Salzburg und logierte in der Residenz. Sie war auch eine der größten Förderinnen des nach ihr benannten Salzburger Museums Carolino Augusteum.
Weitere Säle sind das Konferenz- oder Ratszimmer, in welchem Mozart im Alter von sechs Jahren sein erstes Hofkonzert aufführte, die Antecamera, der Audienzsaal, der prunkvollste Saal der Residenz, Mittelpunkt der fürsterzbischöflichen Repräsentationsräume und Ausdruck von Macht und Größe des geistlichen und weltlichen Fürstentums und seiner absolutistischen Staatsführung. Nicht zu vergessen das Arbeitszimmer, das Schreib- und Schatullenzimmer, das Schlafzimmer, die Galerie (Grundstein für die heutige Residenzgalerie), der Thronsaal, der Weiße Saal oder Markus Sittikus-Saal, das Grüne Zimmer und der Kaisersaal, ursprünglich Kaiserstube, mit Porträts der Könige und Kaiser aus dem Hause Habsburg. Vom Kaisersaal führt ein direkter Verbindungsgang in den mächtigen spätgotischen Chor der Franziskanerkirche. Über diese Gänge erreichte Wolf Dietrich auch seinen ganz privaten Teil der Residenz, in welchem seine Lebensgefährtin Salome Alt mit ihren Kindern wohnte. Einige markante Teile des fürsterzbischöflichen Palastes sind heute Teil der Salzburger Paris-Lodron-Universität. Im Norden befindet sich der sogenannte Toskana-Trakt, heute Sitz der juridischen Fakultät der Universität Salzburg. Bei den Renovierungsarbeiten des Toskana-Traktes wurden wertvolle Bauteile freigelegt und bedeutende archäologische Funde gemacht, die Wissenschaftlern wertvolle Erkenntnisse über das mittelalterliche Salzburg geben.
Friedhof St. Peter
Der Friedhof von St. Peter ist mit seiner einzigartigen Umgebung einer der schönsten und ältesten Friedhöfe der Welt. Berühmte Persönlichkeiten, Künstler, Gelehrte und Kaufleute fanden hier ihre letzte Ruhestätte:
Santino Solari (Architekt und Baumeister des Salzburger Doms), Nannerl Mozart (Schwester Mozarts), Lorenz Hagenauer (Freund und Hausherr der Familie Mozart), Michael Haydn (Komponist und jüngerer Bruder von Joseph Haydn), Paul Hofhaimer (Organist und Komponist), Sigmund Haffner (Ratsherr und Bürgermeister, Freund der Familie Mozart, „Haffner Serenade“ und „Haffner Symphonie“ von Mozart), Richard Mayr (Opernsänger, erster „Ochs von Lerchenau“ im „Rosenkavalier“ der Salzburger Festspiele), Harry Collins (letzter Kommandant der amerikanischen Besatzungstruppen, lebte später in Salzburg, Ehrenbürger der Stadt).
Katakomben
Zu den Besonderheiten des Petersfriedhofs gehören die in den Mönchsberg gehauenen Katakomben (ganzjährig zu besichtigen), wahrscheinlich frühchristlichen Ursprungs.Sehenswert:die Gertrauden- und Maximuskapelle.
Hellbrunn - Schloss und Wasserspiele
Im Jahre 1612, wenige Monate nach seinem Regierungsantritt, gab der Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems den Bau eines Landsitzes am Fuße des wasserreichen Hellbrunner Berges in Auftrag. Als Liebhaber der italienischen Kunst und Kultur beauftragte Markus Sittikus den berühmten Dombaumeister Santino Solari eine "Villa suburbana", einen Sommersitz, zu errichten, der seinen herrlichen südländischen Vorbildern an Glanz und Großzügigkeit um nichts nachstehen sollte. Und so wurde schließlich nach relativ kurzer Bauzeit ein architektonisches Juwel am südlichen Stadtrand von Salzburg geschaffen, das bis heute zu den prächtigsten Renaissance-Bauten nördlich der Alpen zählt: das Lustschloss Hellbrunn mit seinem weitläufigen Park und seinen weltweit einzigartigen Wasserspielen.
Das Wasser wurde von Anfang an zum bestimmenden Gestaltungselement des Schlosses. Die zahlreichen Quellen des Hellbrunner Berges verleihen dem mächtigen Anwesen sprudelndes Leben. Verborgen im grünen Schatten von Büschen und Bäumen oder lebendig spritzend aus ungeahnten Verstecken - seit beinahe 400 Jahren sind die Wasserspiele das weltberühmte Herzstück der Hellbrunner Vergnügungen.
Und hier kann man heute in nahezu unveränderter Form das erleben, was die Erzbischöfe einst so erfreute: geheimnisvolle, mystische Grotten, wasserbetriebene Figurenspiele und tückische Spritzbrunnen an allen Ecken und Enden des Schlosses. Hier wurde der noble Gast einem ständigen Wechsel von Licht und Schatten, von Schrecken und Heiterkeit ausgesetzt - die Phantasie der Architekten und Künstler kannte dabei keine Grenzen. In den seltensten Fällen diente Hellbrunn als erzbischöfliche Residenz. Mit den prunkvollen Sälen des Schlosses, den zauberhaften Gartenanlagen und den einzigartigen Wasserspielen war das Schloss von Anfang an ein Ort der großen Feier- und Festlichkeiten, der üppigen Spektakel und der kulturellen Höhepunkte.
Der weitläufige Park wurde um 1730 nach Plänen des Hofgarteninspektors Franz Anton Danreiter umgestaltet und dem "neuen" Zeitgeschmack angepaßt. Die Götter- und Heldenstatuen im Park stammen von Anfang des 17. Jahrhunderts.
Den Natursteinbruch in Hellbrunn ließ Markus Sittikus zu einer Bühne umgestalten; auf diese Weise entstand das "Steintheater", die älteste Freilichtbühne Europas.
Das Hellbrunner Monatsschlößchen, das eigentlich Waldems heißt und seinen populären Namen seiner außergewöhnlich kurzen Bauzeit verdankt - es wurde 1615 in wenigen Monaten für Erzbischof Markus Sittikus errichtet - beherbergt heute das Volkskundemuseum des Salzburger Museums Carolino Augusteum. In den Geschoßen zeigt das idyllisch über der Hellbrunner Parkanlage situierte Lustschloß einen Querschnitt durch die Salzburger Volkskunst mit Zeugnissen des Brauchtums und der Volksfrömmigkeit, der Wohnkultur, der Volksmedizin sowie eine Reihe der schönsten für die Salzburger Gaue typischen Trachten.
Damals waren es Tagesausflüge, Jagden und würdevolle Empfänge, die die Gäste nach Hellbrunn lockten - heute sind es Tagungen, Seminare und glanzvolle gesellschaftliche Ereignisse. Und wenn dieses Schloss inzwischen zu einem so beliebten Schauplatz internationaler Veranstaltungen wurde, dann liegt das vielleicht daran, daß es eben genau für diesen Zweck gebaut wurde - vor beinahe 400 Jahren!
Schloss Mirabell
Im Jahre 1606 ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau außerhalb der Stadtmauern für die Salzburger Bürgertochter Salome Alt ein Schloss errichten, das er "Altenau" nannte. Salome Alt war die Tochter des hochangesehenen Kaufsmanns und Ratsherrn Wilhelm Alt und die große Liebe des Fürsterzbischofs. Sie gebar ihm 15 Kinder, von denen 10 am Leben blieben. In der Politik hat Salome Alt keine Rolle gespielt.
Nach dem Tode Wolf Dietrichs - er wurde 1612 zu Abdankung gezwungen und bis zu seinem Tod auf der Festung gefangengehalten - wurde Schloss Altenau von seinem Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems (1612 - 1619) in "Mirabell" umbenannt. Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron (1619 - 1653) bezog durch seine Befestigunganlagen Schloss und Garten in das Stadtgebiet ein. Er hielt sich gerne im Schloss Mirabell auf, wo er auch am 15. Dezember 1653 verstarb.
Fürsterzbischof Franz Anton Fürst von Harrach ließ das Schloss von 1721 bis 1727 von dem bekannten Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt großzügig umbauen und zu einer geschlossenen Anlage zusammenfassen. Der große Stadtbrand am 30. April 1818 beschädigte das Schloss schwer; unter anderem fielen auch die Fresken von Johann Michael Rottmayr und Gaetano Fanti den Flammen zum Opfer. Die große Marmortreppe, die ins Schloss führt, und der Marmorsaal blieben glücklicherweise unversehrt.
Peter de Nobile, Hofbaurat und Direktor der Architekturschule in Wien, verlieh dem Schloss seine heutige, eher nüchterne Gestalt. Details wie Fensterumrahmungen, Kapitelle und Stuckwerk erinnern an den Glanz vergangener Zeiten. Das Treppenhaus des Meisters Lukas von Hildebrandt zählt zu den größten Kostbarkeiten von Schloss Mirabell. Anmutige Putten zieren die vielgestaltige Marmor-Balustrade, die Skulpturen in den Nischen sind Meisterwerke des berühmten Georg Raphael Donner (1726) und gehören zu den schönsten Schöpfungen des europäischen Barock.
Der Marmorsaal, ehemaliger Festsaal des Fürsterzbischofs, in dem schon Vater Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl musiziert haben, gilt heute als einer der "schönsten Trauungssäle der Welt". Darüber hinaus dient der Marmorsaal als repräsentativer Rahmen für Tagungen, Ehrungen und stimmungsvolle Konzerte (Salzburger Schlosskonzerte).
Berühmte Persönlichkeiten hielten sich in Schloss Mirabell auf: Drei Jahre vor dem großen Brand am 1. Juli 1815, als Salzburg für kurze Zeit zu Bayern gehörte, wurde im Schloss Mirabell Prinz Otto von Bayern, späterer König von Griechenland, geboren. Im Jahr darauf wurde Salzburg wieder "österreichisch" und Schloss Mirabell kam als Sommerresidenz in kaiserlichen Besitz. 12 Jahre lang, von 1851 bis 1863 bewohnte Erzbischof Kardinal Maximilian Josef von Tarnóczy das Schloss. Der legendäre Kapuzinerpater Joachim Haspinger, treuer Gefährte und Kampfgenosse des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, wohnte vom 4.9. 1854 bis 12.1.1858 als Gast seines Kaisers im Schloss Mirabell und ist auch dort gestorben; eine im Schlosshof angebrachte Gedenktafel erinnert an ihn. Heute befinden sich im Schloss die Amtsräume des Salzburger Bürgermeisters und der Stadtverwaltung.



