Sehenswürdigkeiten Harrachov
- Sehenswürdigkeiten
- Riesengebirge
- Tradition des Skisportes
- Geschichte der glasindustrie
- Mumlava Wasserfälle
Sehenswürdigkeiten
Es ist hier auch die Kapelle der hlg. Elisabeth mit der gläsernen Glocke aus dem Jahre 1915. Die Empirekirche des hlg. Wenzel (aus den Jahren 1822-1828) ist ebenfalls mit Glas aus den hiesigen Glasfabriken dekoriert (Luster, Altar).
Die Bergmännische Tätigkeit wurde im Jahre 1992 beendet, die Grube (Fluorit, Baryt, Galenit) am westlichen Fusse des Berges Ptačinec (950m ü.M.) geschlossen. Tradition hat auch der Forstbereich (Forstbetrieb, Lehrstätte, Sägewerk).
Riesengebirge
Das Riesengebirge (Riesengebirge) ist das höchste und bekannteste Gebirge in der Tschechischen Republik. Harrachov zählt zu den bedeutendsten Zentren der Winter- und Sommertouristik im Riesengebirge. Die ausländischen Touristen kennen das Gebirge unter dem polnischen Namen Karkonosze, dem deutschen - Riesengebirge oder dem englischen - Giant Mountains. Das Riesengebirge erstreckt sich im Nordosten Tschechiens über die Grenze bis nach Polen. Zwei Drittel gehört zu Tschechien und ein Drittel zu Polen. Der größte tschechische Fluss, die Elbe, entspringt gerade hier im Riesengebirge.
Der höchste Berg Tschechiens – Die Schneekoppe - Sněžka (1602 m. n. m.) – schmückt das Gebirge.
Wegen seiner außergewöhnlichen Natur steht das Riesengebirge als Nationalpark unter Naturschutz. Die erste Zone des Parks führt entlang der tschechisch-polnischen Grenze, zwischen den Städten Harrachov und Horní Malá Úpa. In diesem Gebiet darf man nur markierte Wege benutzen. Der Grund ist der subalpine Charakter des Gebirges (sog. Riesengebirgische Tundra) und zahlreiche Arten, die nirgendswo auf der Erde zu finden sind.
Dank allen Schönheiten und hervorragenden Schneebedienungen wurde das Riesengebirge zu meist gesuchten Erholungszentren in Tschechien. In den Sommermonaten kann man Wandern und Fahrrad fahren, aber auch z.B. Paragliding machen. Für die Touristen stehen sehr gut markierte Wege und zahlreiche Bergbauden bereit. Im Winter finden hier die Skifahrer ideale Bedienungen zum fahren. Die Skipisten in allen Wintersportzentren werden regelmäßig und sorgfältig vorbereitet. Dazu zählen über 550 km hervorragender Langlaufloipen, die jede Saison von etwa einer Million Skiläufern benutzt werden. Die in der Region gut funktionierende Infrastruktur ermöglicht den Besuchern freie Bewegung und Unabhängigkeit beim Genießen des Aufenthaltes im Riesengebirge. Das Signal für Mobilfunkgeräte ist fast überall vorhanden. In den Wintermonaten ist an manchen Stellen das Benutzen von Schneeketten nötig.
Tradition des Skisportes
Die Tradition des Skilaufs in Harrachov wird bald danach geschrieben, als Graf Harrach die ersten Skis nach Böhmenbrachte.
Nach dem Vorbild anderer Länder, vor allem im Norden, beginnt man die ersten Skilaufwettbewerbe zu veranstalten. Das genaue Datum des ersten Wettlaufes kennen wir nicht, wir wissen jedoch, dass am 13.2.1905 über Harrachov die Strecke des ersten Distanzlaufes auf 50km im Rahmen der Meisterschaft der Länder der Böhmischen Krone stattfindet, am 18.2.1906 wurden beim Hotel Krakonoš Stafettenläufe gestartet, angeblich die ersten in Mitteleuropa. Im Jahre 1908 wurde der deutsche Verein der Wintersporte Harrachov-Nový Svět gegründet, im Jahre 1910 existiert bereits in Harrachov ein tschechischer Klub, welcher zu Beginn der Saison 1910-11 als Ausdruck des Dankes zur Bedeutung der Arbeit des Bahnbrechers des Skilaufes Jan Buchar die Bezeichnung Lyžařský a turistický Bucharův klub (LTBK) annimmt. Es beginnen auch die ersten Sprungschanzen aufzuwachsen.
Im Jahre 1920 wurde am Fuße des Berges Čerťák die erste Schanze in Böhmen mit künstlicher Anfahrt gebaut, im Jahre 1922 errichtete ebenfalls der LTBK seine erste Schanze auf dem Berg Ptačinec.
Der erste große Grenzstein in der Geschichte des Skilaufes in Harrachov waren die zu Ehren des VII. Skilauf-Kongresses im Jahre 1923 veranstalteten Wettläufe. An diesen Wettläufen nahmen die damals besten Skifahrer teil, insgesamt aus 11 Ländern Europas und der USA. Am Start des 50km-Laufes standen 64 Teilnehmer, den Wettbewerb im Skispringen verfolgten mehr als 20 tausend Zuschauer. Diese Wettbewerbe eröffneten die langjährige Tradition des Wettbewerbes um den Pokal der Kongressschanze.
Ein weiterer bedeutender Zeitraum in der Geschichte des Skilaufes in Harrachov ist die Tradition der Internationalen Skiwettbewerbe, deren seit dem Jahre 1954 insgesamt 17 Jahrgänge stattfanden. Am Start trafen sich stets hervorragende Sportler aus ganz Europa, vor allem aus Skandinavien, denen auch unsere Skiläufer erfolgreich konkurrierten, die damalige Repräsentierung der Tschechoslowakei war fast ausschliesslich von Skiläufern aus Harrachov gebildet.
Im Jahre 1956 wurde die erste Schanze mit der Kunststofffläche in der Republik in Betrieb gegeben. Nach einer kurzen Pause und Fertigstellung des Sprung- und Laufstreckenareals, einschliesslich der Skischanzen K-120 und der Schanze für Skiflüge, beginnt im Jahre 1980 eine neue, berühmteste Ära des Skisportes in Harrachov.
Harrachov wurde regelmässiger Veranstalter der Weltpokale, deren hier bereits 16 stattfanden. Im Jahre 1993 fand hier die Weltmeisterschaft der Junioren im klassischen Skilauf statt.
Höhepunkt des Skisportes in Harrachov sind zweifellos die Ski-Flüge. Auf der Mammutschanze, welche eine von fünf auf der ganzen Welt ist, wurde bereits siebenmal geflogen, davon zweimal, im Jahre 1983 und 1992 um den Weltmeistertitel. Zweimal fiel in Harrachov der Weltrekord (im Jahre 1980 A. Kogler 176 und im Jahre 1983 P. Ploc 181 Meter). Im Jahre 1996 überschritt A. Goldberger erstmals in der Geschichte beim offiziellen Wettbewerb mit dem Flug von 204 Metern die magische Zweihundertlinie. Die berühmte Skisportgeschichte von Harrachov ist nicht nur im Veranstalten von Wettläufen, aber auch in den Erfolgen der Sportler und Funktionäre in Harrachov.
Insgesamt 19 Bürger aus Harrachov nahmen an Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen teil, sie brachten von dort 11 Medaillen. Gegenwärtig ist Harrachov zweifellos das bedeutendste Zentrum des klassischen Skilaufes in der Tschechischen Republik.
Grundlage der Erfolge ist die Erziehung von fast hundert junger Skiläufer, welche in den Schüler- und Jugendkategorien bei der Republikmeisterschaft den grössten Teil der Medaillen einsammeln. Auch mit der Zahl der Sportplätze, wie sie in Harrachov sind, kann sich kein anderes Sportzentrum rühmen. Insgesamt stehen hier 7 Schanzen, von der K-16 für die Kleinsten bis zur K-185 für Skiflüge. Zur Verfügung stehen homologe Laufstrecken in der Länge von 3,3 bis zu 15 km.
Geschichte der glasindustrie
Die Glasherstellung existierte im Gebiet von Harrachov bereits im 14. Jahrhundert. Auf der Stelle der heutigen Glasfabrik baute Elias Müller schon im Jahre 1712 eine Glashütte. Die Glasfabrik in Harrachov ist die zweitälteste in Betrieb stehende Glasfabrik in Böhmen.
In den Jahren 1827, 1862 und 1946 brannte die Glashütte dreimal ab, wurde jedoch stets sehr bald erneuert. Die Glashütte und das Glas von Harrachov gehörten immer zur Weltspitze und diese Stellung behielten sie bis zum heutigen Tage.
Mit Ausnützung einzelner Technologien beim Schmelzen und handlichen Bearbeiten der Erzeugnisse der hiesigen Glasfabrik waren diese stets hervorragend durch ihre Farben, Design und das ausserordentliche Niveau der handwerklichen Verarbeitung.Vom Jahre 1763 bis zum Jahre 1943 gehörte die Glasfabrik dem Grafengeschlecht Harrach. Nach der Verstaatlichung im Jahre 1945 gehörte sie dem Staate, aber am 1.7.1993 kaufte sie der Privatunternehmer - Glasarbeiter JUDr. František Novosad aus Nový Bor. Die ausschliesslich handliche Verarbeitung des Glases wurde beibehalten, welche an die reiche Tradition dieses Ortes und des Glasgewerbes anknüpft und sie ehrt.
In zwei Glasöfen entsteht eine unikate Erzeugung von verziertem Trinkglas, dickwändigem Hüttenglas, Kristall-Lüstern und weiteren Geschenkartikeln aus Glas.
Die hiesige Glaserzeugung ist erhalten geblieben als Glas-Skansen mit allen Attributen einschliesslich der historischen Glasschleiferei - der ältesten auf der Welt, welche durch eine Wasserturbine mit den ursprünglichen hölzernen Wehren betrieben wird.
Durch alle diese aussergewöhnlichen Vorteile ist die Glashütte zur Zeit das besuchteste Objekt in der weiten Umgebung. Es finden hier jeden Tag Exkursionen in den Betrieb und in das Glasmuseum statt. Bestandteil des Areales der Glasfabrik ist das sogen. Herrenhaus, in welchem Sie das neu errichtete Glasmuseum mit Exponaten aus der ganzen Geschichte der Existenz der Glasfabrik finden. Sie können hier auch im angenehmen Milieu des Restaurants verweilen. Seit Dezember 1997 ist das neu errichtete Selbstbedienung - Glasgeschäft eröffnet, das erste dieser Art in der ČR.
Mumlava Wasserfälle
Die Mumlava Wasserfälle befinden sich in der Nähe von Erholungszentrum Harrachov, an dem Fluss Mumlava. Sie gehören zu den meist gesuchten touristischen Zielen des Nationalparks im westlichen Riesengebirge. Den Mumlava Wasserfall bilden bis 8 Meter hohe, stufenweise geordnete Steinblöcke aus Granit, in den sich so genannte „Teufelsaugen“ befinden. Es handelt sich um kleine Vertiefungen, die durch die kleinen Gesteinstücke, die im Wasser mitfliesen gebildet werden. Mumlava Wasserfall ist mit großen Mengen Wasser gespeist, das mit dem lauten Gebrüll etwa 10 Meter tief runterrast. Nicht weit von den Mumlava Wasserfällen können Sie die Mumlava Baude (786m n. m.) besuchen, ehemaliges Forsthaus, heute ein beliebtes Restaurant namens "U lišáka" („Beim Fuchs“). Das Restaurant ist klein, verfügt über zwei Tische an einem stilgemäßen Kamin und ein paar Nebenplätze. Die Kapazität ist also beschränkt aber geöffnet ist den ganzen Tag.





